VW: RBC bleibt bei Outperform – warum die Aktie nach dem Milliardenverlust steigt
Volkswagen hat im dritten Quartal einen Verlust von 5,82 Milliarden Euro gemeldet. Trotzdem legen die Papiere am Donnerstag leicht zu, weil gleich drei Häuser nach den Zahlen an ihren positiven Urteilen festhalten.

Symbolbild. Kurs: Frankfurt, Stand 29.10., 16:07 Uhr
- VW meldet für das dritte Quartal einen Verlust von rund 5,82 Milliarden Euro, nach neun Monaten steht ein Minus von 2,72 Milliarden Euro.
- RBC, Jefferies und JPMorgan haben ihre Einschätzungen heute nach den Zahlen bestätigt.
- Die Aktie notiert bei 69,99 Euro und damit weiter unter der 50-Tage-Linie von 73,42 Euro sowie der 200-Tage-Linie von 83,87 Euro.
Zahlen rot, Aktie grün Volkswagen hat am Donnerstag die Quartalszahlen vorgelegt und einen Verlust von rund 5,82 Milliarden Euro gemeldet (dpa-AFX). Für die ersten neun Monate steht nach Angaben des Konzerns ein Ergebnis nach Steuern von minus 2,72 Milliarden Euro.
Trotzdem reagiert die Aktie freundlich. Der Grund liegt weniger im operativen Bild als in der Reaktion der Analysten: RBC, Jefferies und JPMorgan haben ihre Urteile nach den Zahlen bestätigt.
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Worauf der Markt jetzt schaut
Für Volkswagen zählt vor allem, wie schnell der Konzern aus der teuren Umbauphase herauskommt. Die E-Autos laufen in Europa gut, doch der höhere Anteil schwächer margenträchtiger Modelle drückt das Ergebnis. VW spricht selbst davon, dass der Markterfolg der Elektrofahrzeuge das Ergebnis zusätzlich belastet.
Hinzu kommt: Die Aktie hat seit Jahresbeginn 34,1 Prozent verloren und liegt klar unter den wichtigen Durchschnittslinien. Für eine nachhaltige Wende braucht es daher mehr als einen freundlichen Handelstag. Der Markt will sehen, dass sich Umsatz, Margen und Cashflow wieder stabilisieren.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| heute | RBC | Outperform | 115,00 € | +64 % |
| heute | Jefferies | Buy | 120,00 € | +71 % |
| heute | JPMorgan | Neutral | 110,00 € | +57 % |
| 13.10. | Deutsche Bank | Buy | 105,00 € | +50 % |
| 23.09. | Bernstein | Neutral | 100,00 € | +43 % |
| 22.09. | Berenberg | Buy | 100,00 € | +43 % |
| 21.09. | UBS | Neutral | – | |
| 21.09. | DZ Bank | Halten | – |
Von acht in der Liste genannten Häusern sind vier positiv, zwei neutral und eines skeptisch. Die Kursziele reichen von 100 bis 120 Euro, im Schnitt stehen 108,33 Euro auf dem Zettel und damit deutlich über dem aktuellen Kurs. Heute haben RBC mit 115 Euro auf Outperform, Jefferies mit 120 Euro auf Buy und JPMorgan mit 110 Euro auf Neutral ihre bisherigen Einschätzungen bestätigt.
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Die Aktie kostet 69,99 Euro und notiert damit knapp über dem 20-Tage-Tief bei 65,83 Euro. Das 20-Tage-Hoch liegt bei 72,45 Euro, die 50-Tage-Linie bei 73,42 Euro. Erst oberhalb dieser Marke würde sich das Bild spürbar aufhellen. Bis zur 200-Tage-Linie bei 83,87 Euro ist es noch ein gutes Stück.
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Zwei Szenarien
Rückkehr über 73,42
Schafft VW den Sprung über die 50-Tage-Linie bei 73,42 Euro, rückt das 20-Tage-Hoch bei 72,45 Euro zwar nur als Zwischenstation in den Blick. Entscheidend wäre dann, ob die Aktie die Zone um 83,87 Euro überhaupt antesten kann.
Bruch der 65,83
Fällt VW wieder unter das 20-Tage-Tief bei 65,83 Euro, wird es technisch eng. Dann droht ein Test der Unterstützung, während die 200-Tage-Linie bei 83,87 Euro weiter weit entfernt bleibt.
Unsere Entscheidung zu VW nach den Zahlen
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Quellen: RBC, Jefferies, JPMorgan, Deutsche Bank, Bernstein, Berenberg, UBS, DZ Bank laut dpa-AFX Analyser (FinanzNachrichten.de); sharedeals.de (29.10.), dpa-AFX (29.10.); Kursdaten EODHD (Frankfurt), Stand 29.10., 16:07 Uhr. Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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