TeamViewer im Check: Prognose gekappt nach Umsatzrückgang – Hold bleibt
Warum gerät TeamViewer nach den frischen Zahlen weiter unter Druck? Der Software-Anbieter hat seine Jahresprognose gesenkt, und die Deutsche Bank sieht selbst die niedrigen Erwartungen verfehlt.

Symbolbild. Kurs: Frankfurt, Stand 04.11., 14:44 Uhr
- TeamViewer hat am 04.11. seine Jahresprognose nach unten genommen, weil der Umsatz zurückging (Swiss IT Reseller).
- Deutsche Bank Research senkte das Kursziel auf 6,50 Euro und blieb bei Hold, weil die Erholung im zweiten Halbjahr ausblieb (dpa-AFX).
- Der Markt reagierte schon am Vortag hart auf die Nachricht; nun rückt die Frage nach einer Stabilisierung an den Marken in den Fokus.
Prognose runter, Druck bleibt Warum fällt TeamViewer trotz der Zahlen nicht aus der Schusslinie? Weil das Unternehmen am 04.11. seine Jahresprognose nach einem Umsatzrückgang gesenkt hat (Swiss IT Reseller).
Kurz darauf kappte Deutsche Bank Research das Kursziel von 7,50 auf 6,50 Euro und beließ die Einstufung auf Hold, nachdem TeamViewer laut Analyst Nicolas Herms die niedrigen Erwartungen verfehlt habe (dpa-AFX). Die in Aussicht gestellte Beschleunigung des Wachstums im zweiten Halbjahr habe sich nicht eingestellt.
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Wachstum reicht dem Markt noch nicht
Für TeamViewer zählt derzeit nicht nur, ob das Geschäft wächst, sondern wie verlässlich es wächst. Die Software lebt von wiederkehrenden Erlösen, von mehr Unternehmenskunden und von der Frage, ob sich die Wachstumsstory nach den schwächeren Phasen wieder fängt.
Genau daran misst der Markt die Aktie jetzt sehr hart. Wenn die Erwartungen erneut sinken, wird aus jeder Enttäuschung schnell Kursdruck. Hält TeamViewer dagegen die operative Linie stabil, kann sich die nervöse Stimmung rasch beruhigen.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| heute | Deutsche Bank | Hold | 6,50 € | +22 % |
| 03.11. | DZ Bank | Kaufen | – | |
| 08.09. | Goldman Sachs | Neutral | 6,00 € | +12 % |
| 03.08. | Berenberg | Hold | 6,70 € | +25 % |
| 30.07. | JPMorgan | Neutral | 7,30 € | +36 % |
Von den fünf hier genannten Häusern ist nur eines klar positiv: Die DZ Bank bleibt trotz der Prognosesenkung bei Kaufen, senkte den fairen Wert aber auf 9 Euro. Deutsche Bank Research ist mit Hold und 6,50 Euro frisch skeptischer geworden; die übrigen Häuser liegen mit Neutral oder Hold im Mittelfeld. Die Spanne reicht damit von 6,00 bis 7,30 Euro.
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Die Aktie steht nach dem Rückschlag nahe an der 20-Tage-Tiefmarke von 5,23 Euro und damit deutlich unter der 50-Tage-Linie bei 6,73 Euro. Auch die 200-Tage-Linie bei 5,69 Euro liegt noch darüber. Das 20-Tage-Hoch bei 7,67 Euro markiert den jüngsten Deckel, der Abstand dorthin bleibt groß. Nach dem schwachen Verlauf der vergangenen Tage braucht der Titel erst eine saubere Stabilisierung, bevor der Chart wieder freundlicher wirkt.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung direkt unter dem Artikel.
Zwei Szenarien
Stabil über 5,23
Hält TeamViewer die Unterstützung bei 5,23 Euro, kann sich der Druck nach den Prognosesorgen zunächst legen. Ein späterer Anlauf in Richtung 5,69 Euro würde dann wieder das Chartbild aufhellen.
Rutsch unter 5,23
Fällt die Aktie unter 5,23 Euro, wird die Lage technisch heikler. Dann rückt der Bereich um 5,13 Euro in den Blick, also der geplante Stopp knapp unter der Unterstützung.
Unsere Entscheidung vor den Zahlen
Was wir mit TeamViewer jetzt tun, verraten wir mit den konkreten Marken und dem klaren Handelsplan.
Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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