Siemens: Jefferies bleibt bei Hold – warum die 300-Euro-Marke zählt
Hält die Aktie ihren Lauf, obwohl die Impulse vor den Zahlen dünn bleiben? Ja, denn Siemens bewegt sich weiter dicht unter dem Jahreshoch, und am Markt reicht schon wenig, um den nächsten Schub auszulösen.

Symbolbild. Kurs: Frankfurt, Stand 04.11., 15:25 Uhr
- Siemens notiert weiter klar über der 50-Tage- und der 200-Tage-Linie und bleibt damit charttechnisch sauber im Aufwärtstrend.
- Neue operative Nachrichten kommen heute vor allem aus dem Bahn- und Healthcare-Umfeld, nicht aus dem Kerngeschäft selbst.
- Vor den Zahlen in acht Tagen richtet sich der Blick auf die Frage, ob der Kurs den Widerstand am Jahreshoch knackt oder wieder abdreht.
Unsere Entscheidung vor den Zahlen
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Welche Spur zählt mehr? Welche Nachricht prägt Siemens gerade mehr: der Umbau bei Healthineers oder der Ausbau im Bahnmarkt? Beides liefert heute Gesprächsstoff, doch die Aktie reagiert vor allem auf die Mischung aus Trend und Erwartung. Am Nachmittag lag Siemens bei 276,32 Euro und damit leicht im Plus.
Am Markt steht der Industriekonzern damit weiter zwischen dem 20-Tage-Hoch bei 279,96 Euro und dem 52-Wochen-Hoch bei 292,39 Euro. Gleichzeitig läuft der Blick schon auf den 12. November zu, wenn Siemens die Geschäftszahlen für das 4. Quartal vorlegt.
Healthineers und Bahnmarkt halten die Fantasie am Leben
Der Schritt bei Siemens Healthineers passt zu einem Konzern, der sich bei Beteiligungen und Strukturen neu ordnet. Dass Roland Busch und Veronika Bienert aus dem Aufsichtsrat ausscheiden sollen, ist dabei mehr als nur Personalie: Siemens schiebt die Trennung von seiner Mehrheitsbeteiligung weiter an und will mittelfristig nur noch finanziell beteiligt sein (dpa-AFX).
Parallel bleibt das Bahngeschäft ein Thema. Berichte über den Ausbau des Portfolios und die Einbindung neuer Technologien zeigen, dass Siemens Mobility an einem Markt mit langem Atem arbeitet. Für die Aktie zählt nun, ob solche Meldungen zusammen mit den Zahlen reichen, um den Abstand zum Hoch zu schließen.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 15.10. | Jefferies | Hold | 300,00 € | +9 % |
| 15.10. | Bernstein | Outperform | 330,00 € | +19 % |
| 09.10. | RBC | Neutral | 280,00 € | +1 % |
| 02.10. | DZ Bank | Kaufen | – | |
| 01.10. | Deutsche Bank | Hold | 270,00 € | −2 % |
| 29.09. | JPMorgan | Overweight | 345,00 € | +25 % |
| 29.09. | UBS | Buy | 330,00 € | +19 % |
| 20.08. | Goldman Sachs | Buy | 319,00 € | +15 % |
Bei den Analysten bleibt das Bild gemischt, aber überwiegend freundlich: 5 von 8 Häusern liegen positiv, die Kursziele reichen von 270,00 bis 345,00 Euro. Jefferies stufte Siemens am 15.10. zwar auf Hold ab, hob das Kursziel aber auf 300,00 Euro an. Am oberen Ende stehen weiter JPMorgan und UBS mit 345,00 und 330,00 Euro, während Deutsche Bank Research mit 270,00 Euro am vorsichtigsten bleibt.
Was der Chart sagt
Siemens bleibt über der 50-Tage-Linie bei 271,08 Euro und auch über der 200-Tage-Linie bei 259,47 Euro. Das 20-Tage-Hoch bei 279,96 Euro liegt nicht weit entfernt, darüber wird es für die Aktie deutlich spannender. Das 52-Wochen-Hoch bei 292,39 Euro bleibt die nächste harte Hürde. Unterhalb von 271,08 Euro würde der Spielraum nach unten größer.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung oben im Artikel.
Zwei Szenarien
Angriff aufs Hoch
Hält sich die Aktie über 277,71 Euro, bleibt der Weg in Richtung 292,39 Euro offen. Dann hätte der Markt die jüngsten Nachrichten als Rückenwind für einen neuen Anlauf am Hoch gelesen.
Rückfall in die Mitte
Fällt Siemens unter 271,08 Euro, verliert der Aufwärtstrend an Ruhe. Dann rückt zuerst die Zone um 265,66 Euro in den Fokus, bevor der Markt den nächsten Impuls sucht.
Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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