Rheinmetall erhält Großauftrag: Warum die Aktie vor den Zahlen schwächelt
Rheinmetall hat kurz vor dem Quartalsbericht einen neuen Auftrag für den Radschützenpanzer Schakal gemeldet. Für das Geschäft geht es um ein Volumen im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, doch die Aktie notiert am Freitag dennoch bei 1.035 Euro und damit 1,3 Prozent im Minus.

Symbolbild. Kurs: Xetra, Stand 30.10., 13:15 Uhr
- Rheinmetall profitiert vor dem 5. November von einem weiteren Auftrag für den Schakal; bestellt wurden 69 Fahrzeuge über OCCAR (börsennews.de).
- Die Aktie bleibt trotzdem unter Druck: Mit 1.035 Euro liegt sie klar unter der 200-Tage-Linie von 1.273 Euro.
- Technisch steht Rheinmetall knapp über der 50-Tage-Linie von 1.025 Euro und damit an einer wichtigen Marke.
Großauftrag, aber kein Befreiungsschlag. Rheinmetall hat laut börsennews.de einen weiteren Auftrag für den Radschützenpanzer Schakal erhalten. Die europäische Beschaffungsagentur OCCAR bestellte zusätzlich 69 Fahrzeuge; das Geschäft liegt im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Gleichzeitig rückt der 5. November näher, dann legt der Konzern den Bericht zum dritten Quartal vor.
Für die Aktie ist das Rückenwind, aber kein neues Bild. Der Markt schaut jetzt auf die Zahlen und vor allem darauf, ob Rheinmetall den hohen Erwartungen nach dem starken Lauf der vergangenen Jahre wieder näherkommt. Die jüngsten Kursverluste zeigen, dass gute Aufträge allein nicht reichen, um die Bewertung dauerhaft zu tragen.
Gratis-ReportDie Top 3 Rüstungs-Aktien für 20273 Aktien mit Kaufzone, Stopp und KurszielKostenlos als PDFSofort per E-MailReport gratis anfordern →👆
Zahlen und Auftragseingang entscheiden über die Richtung
Rheinmetall verdient sein Geld vor allem mit Rüstungstechnik, Munition, Fahrzeugen und Systemen für Streitkräfte. Genau deshalb wirken neue Bestellungen wie der Schakal-Auftrag als wichtiger Baustein für den künftigen Umsatz, auch wenn der einzelne Deal noch keinen Trend dreht. Für die Aktie zählt inzwischen weniger die bloße Meldung als der Nachweis, dass Umsatz und Ergebnis in einem anspruchsvollen Umfeld weiter sauber wachsen.
Der Blick richtet sich nun auf den Quartalsbericht am 5. November. In den vergangenen Monaten stand Rheinmetall trotz vieler Branchenthemen unter Druck, die Aktie hat seit Jahresbeginn 35,4 Prozent verloren. Zugleich liegt sie mit 1.035 Euro deutlich unter dem Jahreshoch von 1.966 Euro und noch 47 Prozent darunter. Genau deshalb können selbst gute Aufträge den Markt nur dann überzeugen, wenn die Zahlen die Story stützen.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 27.10. | Deutsche Bank | Buy | 1.650 € | +59 % |
| 20.10. | UBS | Buy | 1.360 € | +31 % |
| 19.10. | Bernstein | Outperform | 1.200 € | +16 % |
| 09.10. | RBC | Outperform | 1.600 € | +55 % |
| 09.10. | Berenberg | Hold | 1.020 € | −1 % |
| 07.10. | Jefferies | Buy | – | |
| 10.09. | JPMorgan | Neutral | – | |
| 10.08. | Warburg Research | Buy | 1.500 € | +45 % |
Bei den Analysten bleibt das Bild freundlich, aber nicht einheitlich. Sechs von acht Häusern sind positiv, die Kursziele reichen von 1.020 bis 1.650 Euro, im Mittel liegen sie bei 1.388 Euro und damit rund 34 Prozent über dem Kurs. Zuletzt hat Deutsche Bank Research am 27. Oktober das Kursziel von 1.800 auf 1.650 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf Buy belassen; Berenberg liegt mit 1.020 Euro am vorsichtigsten und stuft auf Hold.
Kostenloser Test · 60 SekundenChancenjäger, Stratege oder Substanz-Sammler – welcher Börsen-Typ sind Sie?Test starten →Kostenloser Depot-CheckWie gesund sind Ihre Aktien? Ampel, Trend und Stopp-Marke für bis zu 3 Werte.Depot prüfen →Was der Chart sagt
Charttechnisch ist Rheinmetall angeschlagen, aber nicht im freien Fall. Der Kurs von 1.035 Euro liegt knapp über der 50-Tage-Linie bei 1.025 Euro, was kurzfristig stützt. Das 20-Tage-Hoch bei 1.097 Euro ist das erste Ziel auf der Oberseite, darunter verläuft bei 909 Euro das 20-Tage-Tief. Klar schwächer bleibt das Bild unter der 200-Tage-Linie bei 1.273 Euro.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung direkt unter dem Artikel.
Zwei Szenarien
Über 1.097 Euro
Gelingt der Sprung über 1.097 Euro, dürfte der Markt den Schakal-Auftrag und den nahen Quartalsbericht stärker einpreisen. Dann rückt die Zone um die 200-Tage-Linie bei 1.273 Euro wieder als mittelfristige Orientierung in den Fokus.
Unter 1.025 Euro
Fällt Rheinmetall unter 1.025 Euro, verliert die Aktie ihre kurzfristige Stütze und der Blick geht schnell Richtung 909 Euro. Dann hilft auch der neue Auftrag nicht mehr gegen den Druck vor den Zahlen.
Unsere Entscheidung vor dem Quartalsbericht
Was wir mit Rheinmetall jetzt rund um den 5. November tun – mit konkreten Marken.
Quellen: Deutsche Bank, UBS, Bernstein, RBC, Berenberg, Jefferies, JPMorgan, Warburg Research laut dpa-AFX Analyser (FinanzNachrichten.de); börsennews.de (30.10.), FinanzNachrichten.de (29.10.), börsennews.de (29.10.); Unternehmenstermine laut FinanzNachrichten.de; Kursdaten EODHD (Xetra), Stand 30.10., 13:15 Uhr. Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
Das könnte Sie auch interessieren
Gratis-ReportDie Top 3 Rüstungs-Aktien für 2027Report gratis anfordern →
BYD · Geely · XiaomiGeely hängt BYD und Xiaomi ab: Der Kurs fällt am wenigstenWeiterlesen →
Deutsche BankDeutsche Bank glänzt mit Rekordzahlen: Warum die Aktie noch nicht am Hoch stehtWeiterlesen →
Marvell TechnologyMarvell Technology prüft Lumentum-Kauf: Warum der Deal die Aktie drücktWeiterlesen → 



