Rheinmetall: Deutsche Bank senkt Kursziel – vor den Zahlen bleibt Spannung
Die Deutsche Bank hat ihr Kursziel für Rheinmetall zwar von 1.800 auf 1.650 Euro gesenkt, die Kaufempfehlung aber stehen gelassen. Am 5. November legt der Konzern die Zahlen für das dritte Quartal vor – und genau darauf schaut der Markt jetzt zuerst.

Symbolbild. Kurs: Xetra, Stand 30.10., 17:39 Uhr
- Deutsche Bank Research bleibt bei „Buy“, senkt das Kursziel aber auf 1.650 Euro.
- Am 5. November kommen die Zahlen zum dritten Quartal.
- Die Aktie notierte zuletzt bei 1.038 Euro und liegt damit unter der 200-Tage-Linie.
Weniger Kursziel, gleiche Meinung. Deutsche Bank Research hat das Kursziel für Rheinmetall am 27. Oktober von 1.800 auf 1.650 Euro zurückgenommen und die Einstufung auf „Buy“ belassen (dpa-AFX Analyser). Der Termin für den nächsten großen Prüfstein steht bereits fest: Am 5. November berichtet der Rüstungskonzern über das dritte Quartal.
Die Aktie hat zuletzt auf die Nachrichtenlage reagiert, ohne aus dem Seitwärtsmuster auszubrechen. Nach den Zahlen will der Markt vor allem sehen, ob das Wachstumstempo in den Kernbereichen hält und ob die hohen Erwartungen an den Auftragseingang weiter tragen.
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Vor den Quartalszahlen zählt jeder Blick auf die Erwartungen
Rheinmetall bleibt einer der wichtigsten Profiteure der Aufrüstung in Europa. Das Geschäft hängt an Munition, Fahrzeugen, Elektronik und Schutzsystemen – und damit an der Frage, wie schnell Regierungen ihre Bestellungen hochfahren.
Genau deshalb sind die Erwartungen an die Zahlen hoch. Wenn der Konzern beim Umsatz, bei der Auftragslage oder bei der Prognose enttäuscht, kann der Abstand zur 200-Tage-Linie schnell wieder in den Vordergrund rücken. Hält das Wachstum dagegen, bleibt der Titel trotz der jüngsten Schwäche für viele Analysten interessant.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 27.10. | Deutsche Bank | Buy | 1.650 € | +59 % |
| 20.10. | UBS | Buy | 1.360 € | +31 % |
| 19.10. | Bernstein | Outperform | 1.200 € | +16 % |
| 09.10. | RBC | Outperform | 1.600 € | +54 % |
| 09.10. | Berenberg | Hold | 1.020 € | −2 % |
| 07.10. | Jefferies | Buy | – | |
| 10.09. | JPMorgan | Neutral | – | |
| 10.08. | Warburg Research | Buy | 1.500 € | +45 % |
Von acht frisch genannten Einschätzungen sind sechs positiv, zwei davon aber deutlich vorsichtiger als früher. Die Kursziele reichen von 1.020 bis 1.650 Euro, der Mittelwert liegt bei 1.388 Euro und damit über dem aktuellen Kurs. Zuletzt hat vor allem Berenberg mit „Hold“ und 1.020 Euro abgewichen, während Deutsche Bank Research, UBS, RBC, Bernstein und Warburg weiter freundlich bleiben.
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Zuletzt stand die Aktie bei 1.038 Euro und damit über der 50-Tage-Linie bei 1.022 Euro, aber unter der 200-Tage-Linie bei 1.268 Euro. Das 20-Tage-Hoch liegt bei 1.097 Euro, das 20-Tage-Tief bei 909 Euro. Der jüngste Handelstag brachte minus 1,0 Prozent, auf Sicht von fünf Tagen steht die Aktie bei plus 0,3 Prozent, seit Jahresbeginn aber noch bei minus 35,2 Prozent. Mit einer durchschnittlichen Tagesbewegung von 1,8 Prozent bleibt der Titel schwankungsanfällig.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung direkt unter dem Artikel.
Zwei Szenarien
Über 1.097 Euro
Kommt die Aktie nach den Zahlen sauber über das 20-Tage-Hoch bei 1.097 Euro, würde das technische Bild deutlich freundlicher. Dann rückt der Bereich um 1.268 Euro wieder ins Blickfeld.
Unter 1.022 Euro
Fällt Rheinmetall unter die 50-Tage-Linie bei 1.022 Euro, wird die Zone um 1.002 Euro schnell wichtig. Ein Rutsch darunter würde den Abstand zur jüngsten Unterstützung weiter vergrößern.
Unsere Entscheidung vor den Zahlen
Nach der Anmeldung zeigen wir, ob wir den Hebel-Trade mit den konkreten Marken 1.027 bis 1.043 Euro, 1.002 Euro und 1.097 Euro eingehen.
Quellen: Deutsche Bank, UBS, Bernstein, RBC, Berenberg, Jefferies, JPMorgan, Warburg Research laut dpa-AFX Analyser (FinanzNachrichten.de); dpa-AFX (31.10.), Index Radar (31.10.); Unternehmenstermine laut FinanzNachrichten.de; Kursdaten EODHD (Xetra), Stand 30.10., 17:39 Uhr. Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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