Puma: Neuer EBIT-Rahmen stützt die Aktie nach den Quartalszahlen
Puma hat im dritten Quartal bei weiter sinkenden Erlösen rote Zahlen geschrieben, den Verlustrahmen für 2026 aber enger gefasst. Die Aktie springt am Morgen um 6,7 Prozent auf 26,68 Euro – nach einem klaren Zahlentag.

Symbolbild. Kurs: Frankfurt, Stand 30.10., 09:23 Uhr
- Der Umsatz sank im dritten Quartal währungsbereinigt um 6,3 Prozent auf 1,776 Milliarden Euro, der Nettoverlust lag bei 54,9 Millionen Euro.
- Puma grenzt den erwarteten EBIT-Verlust für 2026 auf minus 80 bis minus 130 Millionen Euro ein und senkt die Investitionen auf unter 150 Millionen Euro.
- Die Aktie notiert wieder über der 50-Tage-Linie und der 200-Tage-Linie, hat das 20-Tage-Hoch bei 25,40 Euro hinter sich gelassen.
Verlust enger gefasst Puma hat am Freitagmorgen die Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt und zugleich den Ausblick für 2026 angepasst, wie das Unternehmen mitteilte. Der Umsatz sank im Jahresvergleich auf rund 1,78 Milliarden Euro, währungsbereinigt um 6,3 Prozent, vor allem wegen schwächerer Nachfrage in Nordamerika und EMEA (dpa-AFX, Reuters, Dow Jones).
Trotz der weiter schwachen Erlöse reagiert der Markt positiv auf die eingeengte Verlustprognose. Puma erwartet nun für das Gesamtjahr einen operativen EBIT-Verlust von 80 bis 130 Millionen Euro statt zuvor 50 bis 150 Millionen Euro, die Investitionen sollen auf unter 150 Millionen Euro sinken (Dow Jones, dpa-AFX).
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Warum der engere Ausblick zählt
Für die Aktie ist nicht der Umsatzrückgang allein entscheidend, sondern die Frage, wie schnell Puma aus dem Übergangsjahr wieder herauskommt. Dass der Konzern die Investitionen um rund 50 Millionen Euro kürzt und bestimmte IT-Ausgaben teils als operative Kosten verbucht, zeigt vor allem eines: Das Management will den Cash-Abfluss stärker kontrollieren.
Gleichzeitig bleibt die Lage schwierig. Der bereinigte operative Gewinn war im Quartal nur noch leicht positiv, unter dem Strich stand ein Verlust von 54,9 Millionen Euro. Der Markt wird nun sehen wollen, ob Puma die Nachfrage stabilisiert und den Rückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich beim währungsbereinigten Umsatz tatsächlich begrenzen kann.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 14.10. | Berenberg | Buy | 40,00 € | +50 % |
| 06.10. | Jefferies | Hold | 23,50 € | −12 % |
| 05.10. | UBS | Neutral | 22,70 € | −15 % |
| 29.09. | JPMorgan | Neutral | 24,00 € | −10 % |
| 22.09. | RBC | Neutral | 23,00 € | −14 % |
| 02.09. | Barclays | Equal Weight | 25,00 € | −6 % |
| 11.08. | DZ Bank | Halten | – |
Unter den sieben genannten Häusern steht nur Berenberg klar auf der Kaufseite, mit Buy und 40,00 Euro Kursziel. Die übrigen Häuser liegen mit Neutral, Hold oder Halten deutlich vorsichtiger dazwischen; die Spanne reicht von 22,70 bis 40,00 Euro, der Mittelwert liegt bei 26,37 Euro und damit praktisch auf dem aktuellen Kursniveau. Nach den Zahlen dürfte vor allem wichtig werden, ob die jüngsten Anpassungen am Ausblick den skeptischen Häusern reichen.
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Mit 26,68 Euro steht Puma klar über der 50-Tage-Linie bei 23,46 Euro und auch über der 200-Tage-Linie bei 24,76 Euro. Das 20-Tage-Hoch bei 25,40 Euro ist überschritten, der Kurs arbeitet sich damit wieder in eine stärkere Zone vor. Bis zum 52-Wochen-Hoch bei 30,23 Euro fehlt aber noch ein Stück, rund 12 Prozent liegen dazwischen. Die Tagesbewegung von 6,7 Prozent ist für den Titel deutlich größer als die durchschnittliche Schwankung von 1,7 Prozent.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung direkt unter dem Artikel.
Zwei Szenarien
Ausblick beruhigt
Bleibt der Markt beim engeren EBIT-Rahmen und die Aktie hält sich über 25,40 Euro, rückt das 52-Wochen-Hoch bei 30,23 Euro wieder ins Blickfeld. Dann könnte der Rebound zunächst weiterlaufen.
Umsatz bleibt schwach
Rutscht Puma nach dem starken Start wieder unter 24,76 Euro, verliert die technische Lage an Stabilität. Dann wäre der Bereich um 23,46 Euro die nächste wichtige Orientierung.
Unsere Entscheidung nach den Quartalszahlen
Was wir mit Puma jetzt tun – mit konkreten Marken für Einstieg, Stopp und Ziel.
Quellen: Berenberg, Jefferies, UBS, JPMorgan, RBC, Barclays, DZ Bank laut dpa-AFX Analyser (FinanzNachrichten.de); Dow Jones News (30.10.), AFX News (30.10.), dpa-AFX (30.10.); Unternehmenstermine laut FinanzNachrichten.de; Kursdaten EODHD (Frankfurt), Stand 30.10., 09:23 Uhr. Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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