Ottobock-Aktie 3,4 Prozent im Minus: Goldman drückt das Kursziel
Ottobock gerät nach dem nächsten Analystenkommentar weiter unter Druck. Goldman Sachs senkte das Kursziel von 88 auf 75 Euro und blieb dennoch bei Buy. Die Aktie fiel am Mittwoch zeitweise auf 48,00 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit sieben Monaten.

Symbolbild. Kurs: Frankfurt, Stand 30.10., 08:00 Uhr
- Goldman Sachs erwartet im dritten Quartal ein langsameres Umsatzwachstum und sieht Nordamerika als Bremse.
- Die Aktie verlor zuletzt 3,4 Prozent auf 49,42 Euro, intraday ging es bis 48,00 Euro abwärts.
- Vor dem Quartalsbericht am 12. November bleibt der Ton am Markt nervös.
Kursziel runter, Druck bleibt. Goldman Sachs hat das Kursziel für Ottobock von 88 auf 75 Euro gesenkt und die Einstufung auf Buy belassen. Analyst Richard Felton rechnet vor allem wegen der Schwäche in Nordamerika mit einer langsameren Umsatzentwicklung im dritten Quartal. (dpa-AFX, 30.10.)
Die Reaktion an der Börse fiel prompt aus: Die Aktie rutschte am Mittwoch zeitweise bis auf 48,00 Euro ab. Seit dem vergangenen Mittwoch summiert sich das Minus auf etwas mehr als 9 Prozent. (dpa-AFX, 30.10.)
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Warum der Markt so hart reagiert
Ottobock ist erst seit kurzem börsennotiert, und genau deshalb reagiert der Kurs empfindlich auf jede neue Einschätzung zur Nachfrage und zum Wachstum. Bei einem Spezialisten für Orthopädietechnik zählen vor allem Tempo, Margen und die Frage, wie stabil das Geschäft in den wichtigsten Regionen läuft.
Goldman hat seine Schätzungen für EBITDA und Gewinn je Aktie für die Jahre 2026 bis 2028 um jeweils rund 2 Prozent gekappt. Der Blick richtet sich nun auf den Quartalsbericht am 12. November. Dann zeigt sich, ob die zuletzt schwächere Kursentwicklung eher Übertreibung oder ein Vorgeschmack auf einen längeren Bewertungsdruck ist.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 21.10. | Goldman Sachs | Buy | 75,00 € | +53 % |
| 20.10. | Deutsche Bank | Buy | 85,00 € | +73 % |
| 15.09. | Jefferies | Buy | 83,00 € | +69 % |
| 11.09. | Berenberg | Hold | 66,00 € | +35 % |
| 24.08. | UBS | Buy | 78,00 € | +59 % |
Von fünf aktuell genannten Häusern sind vier positiv. Das Kurszielband reicht von 66,00 bis 85,00 Euro, der Mittelwert liegt bei 77,40 Euro und damit deutlich über dem aktuellen Kurs. Am frischesten war Goldman Sachs: Das Haus senkte zwar das Ziel, blieb aber bei Buy.
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Die Aktie notiert mit 49,01 Euro klar unter der 50-Tage-Linie bei 54,67 Euro und auch unter der 200-Tage-Linie bei 55,74 Euro. Das 20-Tage-Hoch liegt bei 54,71 Euro, das 20-Tage-Tief bei 48,52 Euro. Der Kurs ist damit nur knapp über dieser Unterstützung und zugleich rund 35 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 75,55 Euro. Das 52-Wochen-Tief lag bei 46,25 Euro.
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Zwei Szenarien
Über 50 Euro
Hält die Aktie die Zone um 48,52 Euro und arbeitet sich zurück über 50 Euro, rückt die 50-Tage-Linie bei 54,67 Euro wieder in Reichweite. Dann dürfte sich der jüngste Druck spürbar entspannen.
Bruch der Unterstützung
Fällt Ottobock unter 48,52 Euro, wird das Tief bei 46,25 Euro wieder ein Thema. Unter dieser Marke würde der Markt die nächste Bewertungsrunde wohl deutlich härter führen.
Unsere Entscheidung zu Ottobock vor den Zahlen
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Quellen: Goldman Sachs, Deutsche Bank, Jefferies, Berenberg, UBS laut dpa-AFX Analyser (FinanzNachrichten.de); Business Wire (28.10.), dpa-AFX (30.10.); Unternehmenstermine laut FinanzNachrichten.de; Kursdaten EODHD (Frankfurt), Stand 30.10., 08:00 Uhr. Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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