Nokia: 10,00 Euro – warum Deutsche Bank trotzdem bei Buy bleibt
Wie viel Luft bleibt nach dem gesenkten Kursziel noch in der Nokia-Aktie? Deutsche Bank Research sieht trotz der Kürzung weiter Potenzial und verweist auf den starken Quartalsbericht.

Symbolbild. Kurs: Helsinki, Stand 30.10., 17:29 Uhr
- Deutsche Bank Research hat das Kursziel von 11,50 auf 10,00 Euro gesenkt und die Aktie dennoch auf Buy gelassen.
- Im Fokus steht die Sorge vor einer Margenverwässerung im Netzwerkinfrastruktur-Geschäft mit KI- und Cloud-Kunden.
- Zuletzt rutschte die Aktie deutlich ab, zugleich liegt sie seit Jahresbeginn klar im Plus.
Kursziel runter, Urteil bleibt Wie stark belastet die neue Einschätzung von Deutsche Bank Research Nokia wirklich? Das Haus hat das Kursziel für die Aktie von 11,50 auf 10,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Buy" belassen (dpa-AFX Analyser, 28.10.).
Robert Sanders schrieb, der starke Quartalsbericht hätte zwar eigentlich Grund zur Freude geboten. Zugleich nehme die Nervosität wegen einer möglichen Margenverwässerung im Netzwerkinfrastruktur-Geschäft mit KI- und Cloud-Kunden zu (dpa-AFX Analyser, 28.10.).
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Margenfrage statt Zahlenjubel
Für Nokia bleibt das Netzwerkinfrastruktur-Geschäft der Prüfstein. Genau dort schaut der Markt jetzt besonders auf die Entwicklung bei KI- und Cloud-Kunden, weil die Analysten die Profitabilität zuletzt skeptischer bewerten.
Gleichzeitig bleibt die Aktie im Analystenbild gespalten: Von sieben Häusern sind drei positiv, die Kursziele reichen von 8,50 bis 18,00 Euro. Das zeigt, wie groß die Bandbreite der Erwartungen an die kommenden Quartale ist.
Nokia profitiert grundsätzlich von seinem Geschäft mit Netzausrüstung und Technologie für Telekommunikationsnetze. Doch nach dem starken Quartalsbericht reicht ein gutes Ergebnis allein nicht mehr, wenn die Marge unter Druck geraten könnte.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 28.10. | Deutsche Bank | Buy | 10,00 € | +29 % |
| 26.10. | Goldman Sachs | Neutral | 8,80 € | +14 % |
| 24.10. | JPMorgan | Overweight | 18,00 € | +132 % |
| 22.10. | Jefferies | Buy | 13,80 € | +78 % |
| 22.10. | Bernstein | Neutral | 9,53 € | +23 % |
| 02.07. | UBS | Neutral | 11,00 € | +42 % |
| 29.06. | Barclays | Underweight | 8,50 € | +10 % |
Von sieben Analystenhäusern sind aktuell drei positiv, vier bleiben neutral oder skeptisch. Die Spanne der Kursziele ist mit 8,50 bis 18,00 Euro groß; zuletzt senkte Deutsche Bank Research das Ziel, blieb aber bei Buy. Am oberen Ende steht JPMorgan mit 18,00 Euro, am unteren Barclays mit 8,50 Euro.
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Die Aktie notiert zuletzt bei 7,75 Euro und damit unter der 50-Tage-Linie bei 8,81 Euro sowie unter der 200-Tage-Linie bei 8,92 Euro. Der Kurs liegt zudem unter dem 20-Tage-Tief von 7,23 Euro nicht, sondern knapp darüber, was den kurzfristigen Halt an dieser Zone betont. Das 20-Tage-Hoch bei 9,71 Euro und das 52-Wochen-Hoch bei 15,00 Euro markieren deutlich weiter entfernte Hürden. Nach dem letzten Handelstag mit minus 7,4 Prozent bleibt die Schwankung hoch; die durchschnittliche Tagesbewegung der letzten 60 Tage liegt bei 2,8 Prozent.
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Zwei Szenarien
Rückkehr über 8,81
Gelingt der Sprung über die 50-Tage-Linie bei 8,81 Euro, entspannt sich das Bild zunächst deutlich. Dann rückt die Zone um das 20-Tage-Hoch bei 9,71 Euro wieder in den Fokus.
Bruch der 7,23
Fällt die Aktie unter die Unterstützung bei 7,23 Euro, verschlechtert sich das Chartbild spürbar. Dann droht der Test der im Plan genannten Stoppmarke unterhalb davon.
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