Micron: Goldman Sachs bleibt bei Neutral – warum der Kursrutsch nicht alle überzeugt
Der Markt hat Micron zuletzt hart abgestraft, obwohl der Chipzyklus für Speicherwerte weiter Gesprächsstoff liefert. Genau in dieser Lücke zwischen Angst und Erwartung suchen Analysten nach einem Einstiegspunkt.

Symbolbild. Kurs: NYSE/Nasdaq, Stand 30.10., 21:29 Uhr
- Micron ist nach schwachen Quartalszahlen und einer verhalteneren Prognose unter Druck geraten, doch nicht alle Häuser drehen den Daumen nach unten.
- Die Analysten bleiben überwiegend freundlich: Vier von fünf Häusern sind positiv, nur Goldman Sachs liegt mit Neutral auf der Bremse.
- Chartseitig hat die Aktie den Abstand zur 50-Tage-Linie wieder vergrößert, bleibt aber über der 200-Tage-Linie.
Kursrutsch, kein Bruch? Micron hat zuletzt deutlich nachgegeben, obwohl die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten weiter klar im Plus liegt. Zuletzt notierte der Wert bei 885 US-Dollar und fiel am letzten Handelstag um 5,3 Prozent.
ARIVA.de verwies am 01.11. auf die schwachen Quartalszahlen und die verhaltene Prognose, sieht die aktuelle Schwäche aber als möglichen Einstiegspunkt. Auch Feingold Research stellte am 01.11. die Nervosität im Tech-Sektor in einen größeren Zusammenhang mit dem Nasdaq-Ausverkauf vom Freitag.
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Der Speicherzyklus bleibt der Prüfstein
Micron verdient sein Geld mit Speicherchips. Genau deshalb reagiert die Aktie oft besonders heftig, wenn Investoren an die nächste Phase des Zyklus glauben oder daran zweifeln. Nach den jüngsten Zahlen steht nun weniger die Story als der Takt im Vordergrund: Wie schnell stabilisieren sich Nachfrage, Margen und Ausblick?
Die Analysten-Liste zeigt dabei ein klares Grundmuster. Vier von fünf Häusern sind positiv, die Kursziele reichen von 1.109 bis 1.407 US-Dollar, der Mittelwert liegt bei 1.316 US-Dollar. Goldman Sachs bleibt mit Neutral und 1.109 US-Dollar am vorsichtigsten, während UBS mit 1.407 US-Dollar die höchste Marke nennt.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 06.10. | JPMorgan | Overweight | 1.369 USD | +55 % |
| 01.10. | Goldman Sachs | Neutral | 1.109 USD | +25 % |
| 01.10. | RBC | Outperform | 1.331 USD | +50 % |
| 10.08. | UBS | Buy | 1.407 USD | +59 % |
| 25.06. | Deutsche Bank | Buy | 1.365 USD | +54 % |
Die Mehrheit der Analysten bleibt auf der Käuferseite, auch wenn der Kurs zuletzt unter Druck kam. Besonders auffällig ist die Spanne zwischen dem vorsichtigen Goldman-Sachs-Votum und den deutlich höheren Zielen von UBS, RBC, JPMorgan und Deutsche Bank Research.
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Die Aktie liegt zuletzt mit 885 US-Dollar unter der 50-Tage-Linie bei 979 US-Dollar, aber noch über der 200-Tage-Linie bei 747 US-Dollar. Das 20-Tage-Tief liegt bei 849 US-Dollar und damit nah genug, um als erste Orientierung zu dienen. Das 20-Tage-Hoch bei 1.089 US-Dollar markiert den nächsten sichtbaren Widerstand. Nach dem Hoch von 1.255 US-Dollar vom 25.06. liegt Micron rund 30 Prozent zurück.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung direkt unter dem Artikel.
Zwei Szenarien
Rücklauf zur 50er-Linie
Gelingt eine Stabilisierung über 849 US-Dollar, rückt die 50-Tage-Linie bei 979 US-Dollar als erstes Ziel in den Fokus. Dort entscheidet sich, ob der jüngste Abverkauf nur eine Pause war.
Bruch der Unterstützung
Fällt die Aktie klar unter 849 US-Dollar, wird das Bild deutlich wackeliger. Dann dürfte der Markt den Abstand zur 200-Tage-Linie bei 747 US-Dollar wieder stärker spielen.
Unsere Entscheidung zu Micron nach dem Rücksetzer
Was wir mit Micron jetzt tun – inklusive konkreter Marken, Stopp und Ziel.
Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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