Mercedes, VW oder BMW: Wo Analysten das meiste Potenzial sehen
Mercedes liegt bei den Analysten derzeit vorn, VW folgt mit dem größten Abstand zum Kursziel-Mittel, und BMW bleibt trotz frischer Stimmen klar im Rennen. Die Nachrichtenlage trennt die drei Autobauer deutlich: Bei BMW dominiert die Prognosefrage, bei Mercedes der Mix aus Bewertungen und Kursziel, bei VW der jüngste Schwenk der Deutschen Bank Research.

Symbolbild
- BMW steht nach der gesenkten Prognose für das Kerngeschäft und der Einordnung von JPMorgan im Fokus; die Bank bleibt bei Overweight und nennt 82 Euro (JPMorgan, 03.11.).
- Mercedes bekommt von mehreren Häusern Rückendeckung, doch die entscheidende Frage ist nicht ein einzelner Hinweis, sondern wie sich die Aktie gegen die schwächere Branchestimmung behauptet.
- VW rückt durch die Kaufempfehlung der Deutschen Bank Research in den Blick; zugleich bleibt die Lücke zu den gleitenden Durchschnitten ein Thema.
Der 03.11. zählt Der 03.11. bringt vor allem bei BMW neue Würze in die Debatte: JPMorgan belässt den Titel auf „Overweight“ und nennt ein Kursziel von 82 Euro, nachdem BMW die Prognose für das Kerngeschäft gesenkt hat; zugleich sieht die Bank die bestätigte Prognose für den freien Mittelzufluss als Lichtblick (dpa-AFX).
Bei den drei Autowerten laufen die Nachrichten sehr unterschiedlich. BMW steht unter dem Druck einer gekürzten Prognose, Mercedes sortiert sein Ladenetz in Europa neu und VW stellt bei Elli das Geschäftsmodell um. Der Markt honoriert das bislang nicht einheitlich, denn alle drei Aktien liegen seit Jahresbeginn deutlich hinten.
Die drei im Vergleich
| Aktie | Kurs | Heute | Seit Jan. | zum Hoch | Analysten* |
|---|---|---|---|---|---|
| VW | 71,92 € | +1,0 % | −32,4 % | −34 % | 4/7 · +33 % |
| Mercedes | 42,91 € | +1,4 % | −30,7 % | −31 % | 4/8 · +25 % |
| BMW | 61,34 € | +0,6 % | −36,3 % | −37 % | 3/6 · +11 % |
* Kaufempfehlungen von allen aktuellen Einstufungen · Potenzial zum mittleren Kursziel (dpa-AFX Analyser)
Seit Jahresbeginn liegt Mercedes vorn (−30,7 %), BMW bildet das Schlusslicht (−36,3 %).
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VW: Elli ordnet neu, der Umbau bleibt teuer
VW-Tochter Elli gibt ihr Hardware-Geschäft auf und richtet sich auf Flottenlösungen, Ladekarten, Energiemanagement und bidirektionales Laden aus; die eigene AC-Wallbox soll auslaufen. Damit rückt das Unternehmen weg von Hardware und hin zu digitalen, skalierbaren Modellen, während Kunden laut dpa-AFX keine Auswirkungen spüren sollen (electrive.net, dpa-AFX, 03.11.).
VW steht bei 71,92 € und damit unter der 50-Tage-Linie bei 72,82 €, seit Jahresbeginn ein Minus von 32,4 %. Zum 52-Wochen-Hoch fehlen 34 %.
Mercedes: Ladegeschäft verkauft, klare Treiber fehlen
Mercedes trennt sich laut den Meldungen vom Schnellladenetz in Europa und zeigt zugleich neue Themen wie den Holo-Display-Ansatz oder die Modelloffensive mit Kimi Antonelli. Eine einzelne Nachricht erklärt das Kursbild aber nicht; die Stücke stammen aus unterschiedlichen Richtungen und tragen am Markt gerade keinen klaren gemeinsamen Ton (Golem.de, auto motor und sport, turi2, 03.11.).
Mercedes steht bei 42,91 € und damit über der 50-Tage-Linie bei 42,70 €, seit Jahresbeginn ein Minus von 30,7 %. Zum 52-Wochen-Hoch fehlen 31 %.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung direkt unter dem Artikel.
BMW: Prognose runter, JPMorgan bleibt zuversichtlich
BMW rückt wegen der gesenkten Ziele für das Kerngeschäft in den Fokus. JPMorgan hält die Aktie nach der Prognosesenkung aber bei „Overweight“ und setzt das Kursziel auf 82 Euro; als Lichtblick nennt Jose Asumendi die bestätigte Prognose für den freien Mittelzufluss (dpa-AFX, 03.11.).
BMW steht bei 61,34 € und damit über der 50-Tage-Linie bei 58,33 €, seit Jahresbeginn ein Minus von 36,3 %. Zum 52-Wochen-Hoch fehlen 37 %.
Unser Favorit unter den drei Auto-Aktien
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Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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