Lufthansa: 7,50 Euro – Barclays und Goldman bleiben skeptisch
7,50 Euro stehen heute im Fokus: Gleich zwei große Häuser haben ihr Kursziel für Lufthansa angehoben, aber ihre Skepsis nicht abgelegt. Für die Aktie ist das eine Mischung aus Anerkennung für die Zahlen und Warnung vor der nächsten Etappe.

Symbolbild. Kurs: Frankfurt, Stand 05.11., 14:27 Uhr
- Barclays und Goldman Sachs heben das Kursziel an, bleiben aber bei Underweight beziehungsweise Sell.
- Der Markt hat die Quartalszahlen bereits verarbeitet; jetzt rückt die Frage in den Vordergrund, wie viel Luft im Kurs noch steckt.
- Parallel sorgt die Lufthansa Group mit dem TAP-Thema weiter für Fantasie, doch die Analysten schauen vor allem auf Umsatz und Branchendynamik.
7,50 Euro im Blick 7,50 Euro nennt Barclays seit heute als neues Kursziel für Lufthansa, nach zuvor 6,50 Euro. Goldman Sachs zog am selben Tag auf 7,50 Euro von 7,10 Euro nach, blieb aber ebenfalls bei einer skeptischen Einstufung. Beide Analysen beziehen sich auf den Quartalsbericht vom Mittwoch, Quelle: dpa-AFX Analyser.
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Die Botschaft ist klar: Die Zahlen haben die Schätzungen bewegt, das Stimmungsbild aber nicht gedreht. Für die Aktie zählt nun weniger der Blick zurück als die Frage, ob der Markt den frischen Fantasien rund um die Lufthansa Group und die operative Entwicklung weiter traut.
Warum die Kursziele trotzdem bremsen
Barclays verweist darauf, dass die Umsatzentwicklung aus Sicht des Hauses weiter kritisch bleibt. Analyst Andrew Lobbenberg sieht zwar im Friedensfall sinkende Treibstoffkosten, warnt aber zugleich vor schnell fallenden Fracht- und Asienumsätzen bei rascherem Kapazitätswachstum. Damit bleibt für die Bewertung vor allem das Verhältnis aus Kosten, Erlösen und Angebot entscheidend.
Goldman Sachs ordnet Lufthansa ebenfalls nach dem Quartalsbericht neu ein und spricht von Rückschlagsrisiken für die Aktie und die Branche. Das passt zu dem Bild, das der Markt derzeit zeichnet: Die Airline hat operative Fortschritte geliefert, doch der Spielraum für eine schnelle Neubewertung wirkt begrenzt, solange die Analysten nicht geschlossen auf freundlicher drehen.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| heute | Barclays | Underweight | 7,50 € | −9 % |
| heute | Goldman Sachs | Sell | 7,50 € | −9 % |
| 03.11. | DZ Bank | Halten | – | |
| 03.11. | Deutsche Bank | Hold | 8,00 € | −3 % |
| 03.11. | UBS | Buy | 10,00 € | +22 % |
| 03.11. | RBC | Neutral | 8,50 € | +3 % |
| 03.11. | Bernstein | Neutral | 9,00 € | +10 % |
| 03.11. | JPMorgan | Neutral | 7,00 € | −15 % |
Heute haben zwei Häuser die Latte für Lufthansa leicht höher gelegt, aber ihre Zurückhaltung behalten. Barclays und Goldman Sachs liegen mit 7,50 Euro nun am unteren Ende der Spanne, während UBS mit 10,00 Euro am optimistischsten bleibt. Insgesamt überwiegt in der Liste weiter Skepsis: Nur ein Haus rät aktuell zum Kauf, die Mehrheit bleibt bei Hold, Neutral oder den entsprechenden Gegenstücken.
Was der Chart sagt
Die Lufthansa-Aktie notiert bei 8,21 Euro und damit über der 50-Tage-Linie bei 7,53 Euro sowie knapp über der 200-Tage-Linie bei 8,21 Euro. Das 20-Tage-Hoch bei 8,19 Euro ist bereits überschritten, das nächste markante Ziel bleibt das 52-Wochen-Hoch bei 10,23 Euro. Unter Druck käme das Papier erst wieder, wenn die Zone um 7,53 Euro bricht; dort liegt auch der Stopp aus dem Plan knapp darunter. Der Abstand zum Jahrestief bei 6,91 Euro zeigt, wie weit die Erholung seit Ende Oktober bereits gelaufen ist.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung oben im Artikel.
Zwei Szenarien
Über 8,25 Euro
Hält die Aktie die Zone über 8,25 Euro, bleibt das kurzfristige Bild freundlich. Dann rückt das 52-Wochen-Hoch bei 10,23 Euro wieder stärker in den Fokus.
Zurück unter 7,53 Euro
Fällt Lufthansa unter 7,53 Euro, verliert der jüngste Rebound an Kraft. Dann würde der Markt die Erholung deutlich skeptischer bewerten und das Setup deutlich enger werden.
Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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