London Stock Exchange: JPMorgan hebt das Kursziel – die Aktie bleibt im Analysten-Fokus
Neue Analystenstimmen halten die London Stock Exchange im Gespräch, aber der Markt schickt die Aktie trotzdem zurück. Für frischen Rückenwind reicht das derzeit nicht, obwohl JPMorgan das Kursziel auf 11000 Pence angehoben hat.

Symbolbild. Kurs: London, Stand 06.11., 12:15 Uhr
- JPMorgan und Deutsche Bank Research bleiben bei einer positiven Einschätzung und verweisen auf die jüngsten Quartalszahlen.
- UBS sieht das Handelsvolumen im Rahmen der eigenen Erwartungen, also keine neue positive Überraschung.
- Der Kurs gibt heute nach, obwohl mehrere Häuser zuletzt an ihren Kaufempfehlungen festgehalten haben.
Unsere Entscheidung zu London Stock Exchange
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Trotz Rückenwind schwach. JPMorgan hat das Kursziel für London Stock Exchange nach den Zahlen zum dritten Quartal von 10600 auf 11000 Pence erhöht und die Einstufung auf "Overweight" belassen, wie die Bank am Freitag mitteilte (dpa-AFX Analyser). Deutsche Bank Research bestätigte nach den Quartalszahlen ebenfalls das Votum "Buy" bei 11000 Pence und sprach von einem insgesamt soliden Zahlenwerk (dpa-AFX Analyser).
Auch UBS blieb am 3. November bei "Buy" und 11700 Pence, verwies nach den Oktober-Daten aber auf ein Handelsvolumen, das zwar zur eigenen LSE-Prognose passte, im breiteren Europa-Vergleich jedoch nicht aus dem Rahmen sprang (dpa-AFX Analyser). Eine einzelne Nachricht erklärt den heutigen Abschlag damit nicht; der Markt prüft offenbar weiter, wie viel von den guten Erwartungen schon im Kurs steckt.
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Die Zahlen tragen den Kurs nur bedingt
Für die London Stock Exchange zählt vor allem, ob das Handelsvolumen, die Datenprodukte und die übrigen Ertragsquellen weiter sauber laufen. Genau dort setzen die Analysten an: Sie loben die operative Leistung, die Diversifizierung und die jüngsten Zukäufe, aber der Kurs bewegt sich trotzdem nicht frei nach oben.
Nach dem jüngsten kräftigen Lauf rückt nun die Zone um die kurzfristigen Marken in den Mittelpunkt. Solange die Aktie nicht wieder klar anzieht, bleibt der Markt in der Abwägung zwischen soliden Fundamentaldaten und bereits eingepreisten Erwartungen gefangen.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 03.11. | UBS | Buy | 140,32 GBX | −99 % |
| 23.10. | JPMorgan | Overweight | 131,39 GBX | −99 % |
| 23.10. | Deutsche Bank | Buy | 131,39 GBX | −99 % |
| 23.10. | Goldman Sachs | Buy | 164,48 GBX | −98 % |
| 22.10. | RBC | Outperform | 162,29 GBX | −98 % |
| 22.10. | Jefferies | Buy | 1,31 GBX | −100 % |
Alle sechs zuletzt genannten Häuser sind positiv gestimmt. Die Spanne der Kursziele ist allerdings auffällig breit, von 1,31 bis 164,48 GBX; zuletzt fiel die Anhebung von JPMorgan auf 11000 Pence auf. UBS, Deutsche Bank Research, Goldman Sachs, RBC und Jefferies bleiben ebenfalls bei Kauf- oder Outperform-Urteilen.
Was der Chart sagt
Die Aktie notiert mit 9388 GBX über der 50-Tage-Linie bei 8691 GBX und auch über der 200-Tage-Linie bei 8711 GBX. Zugleich liegt sie unter dem 20-Tage-Hoch bei 9980 GBX, aber deutlich über dem 20-Tage-Tief bei 8198 GBX. Das 52-Wochen-Hoch bei 10140 GBX bleibt der nächste große Widerstand, rund 7 Prozent entfernt. Mit einer durchschnittlichen Tagesbewegung von 1,5 Prozent ist das Papier für schnelle Ausschläge weiterhin anfällig.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung oben im Artikel.
Zwei Szenarien
Rückkehr über 9980
Gelingt der Sprung über das 20-Tage-Hoch bei 9980 GBX, könnte der Markt das 52-Wochen-Hoch bei 10140 GBX wieder anpeilen. Dann bekäme die jüngste Analystenfreundlichkeit auch charttechnisch mehr Gewicht.
Abprall unter 8691
Fällt die Aktie wieder unter die 50-Tage-Linie bei 8691 GBX, kippt das kurzfristige Bild spürbar. Dann rückt das 20-Tage-Tief bei 8198 GBX als nächste Orientierung in den Blick.
Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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