Infineon: Jefferies bleibt bei Buy – Intel-Schock drückt die Aktie
Die Aktie steht nach dem Intel-Schock weiter unter Druck, obwohl der Kurs am Montagmorgen leicht zulegt. Für die nächste Richtung wird nun wichtig, ob der Markt den Rücksetzer als kurze Delle oder als Start einer tieferen Korrektur liest.

Symbolbild. Kurs: Frankfurt, Stand 02.11., 08:43 Uhr
- Am Freitag traf ein schwächerer Ausblick von Intel die Halbleiterwerte hart und zog auch Infineon mit nach unten (börsennews.de).
- Analysten bleiben mehrheitlich positiv, zuletzt hielt Jefferies an Buy und 96 Euro fest (dpa-AFX Analyser, 30.09.).
- Am 10.11. stehen vorläufige Zahlen an; bis dahin bleibt die Aktie zwischen Erholung und neuem Abgabedruck gefangen.
Intel trifft den Kurs. Infineon hat am Freitag 6,72 Prozent verloren, nachdem ein enttäuschender Ausblick von Intel einen breiten Ausverkauf bei Halbleiterwerten ausgelöst hatte (börsennews.de, 31.10.). Der DAX-Konzern geriet damit trotz der zuvor deutlichen Zwischenrallye spürbar unter Druck.
Am Montagmorgen notiert die Aktie zwar leicht im Plus, doch der Schaden aus dem Abverkauf ist noch nicht beseitigt. Der Markt schaut jetzt auf den 10.11., wenn die vorläufigen Zahlen anstehen.
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Die Zahlen rücken jetzt in den Mittelpunkt
Infineon bleibt ein klassischer Halbleiterwert mit starker Verflechtung in Auto-, Industrie- und Stromversorgungsthemen. Genau deshalb reagiert die Aktie sensibel, wenn der Markt die Stimmung im Chipsektor plötzlich neu bewertet.
Der jüngste Rückgang kam nicht aus dem Unternehmen selbst, sondern aus dem Umfeld. Das macht die anstehenden Zahlen besonders wichtig: Der Markt will sehen, ob die eigene Geschäftslage die Nervosität aus den USA auffangen kann.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 30.09. | Jefferies | Buy | 96,00 € | +88 % |
| 28.09. | UBS | Neutral | 64,00 € | +25 % |
| 09.09. | Berenberg | Buy | 100,00 € | +95 % |
| 08.09. | Bernstein | Outperform | 102,00 € | +99 % |
| 07.09. | Deutsche Bank | Buy | 85,00 € | +66 % |
| 07.09. | Warburg Research | Buy | 84,00 € | +64 % |
| 27.08. | DZ Bank | Kaufen | – | |
| 07.08. | Goldman Sachs | Buy | 91,00 € | +78 % |
Von acht Häusern liegen sieben positiv für Infineon, nur UBS steht mit Neutral und 64 Euro an der Seitenlinie. Die Kursziele reichen von 64 bis 102 Euro, der Mittelwert liegt bei 88,86 Euro. Zuletzt bestätigten Jefferies, UBS und Berenberg ihre Einschätzungen; die jüngste Änderung kam am 07.09. von Warburg Research mit der Hochstufung auf Buy.
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Infineon liegt mit 51,18 Euro unter der 50-Tage-Linie bei 56,09 Euro und auch unter der 200-Tage-Linie bei 57,12 Euro. Die Aktie hat sich aber über dem 20-Tage-Tief bei 48,20 Euro stabilisiert. Das 20-Tage-Hoch bei 64,68 Euro wirkt nach dem Rückschlag weit entfernt. Solange der Kurs unter den beiden gleitenden Durchschnitten bleibt, bleibt das Bild angekratzt.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung direkt unter dem Artikel.
Zwei Szenarien
Zurück über 56,09
Gelingt die Rückkehr über die 50-Tage-Linie bei 56,09 Euro, wäre das ein erstes Signal, dass der Intel-Schock verdaut ist. Dann rückt auch die 200-Tage-Linie bei 57,12 Euro wieder ins Blickfeld.
Bruch von 48,20
Fällt die Aktie wieder unter 48,20 Euro, droht der nächste Abgabeschub. Dann wäre der jüngste Rücksetzer mehr als nur ein kurzer Stimmungsdämpfer.
Unsere Entscheidung vor den Zahlen
Was wir mit Infineon jetzt tun, mit klaren Marken und einem festen Plan.
Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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