Givaudan nach Moody’s-Schub: Diese Marke entscheidet jetzt
Moody’s hebt den Ausblick an und bestätigt das Rating, doch die Aktie ringt weiter mit der nächsten Hürde. Hält der Titel über der frischen Marke, oder bleibt der Weg nach oben vorerst blockiert?

Symbolbild. Kurs: SIX Zürich, Stand 04.11., 16:23 Uhr
- Moody’s hat den Ausblick angehoben und das «Baa1»-Rating bestätigt, was den Titel grundsätzlich stützt (cash).
- Die Aktie notiert wieder über der 50-Tage-Linie und damit technisch in besserem Terrain, aber der Abstand zur nächsten Hürde bleibt klein.
- Bei den Analysten bleibt das Bild gemischt: Drei von sieben Häusern sind positiv, die Mehrheit hält sich weiter zurück (dpa-AFX Analyser).
Unsere Entscheidung zu Givaudan
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Ausblick rauf, Kurs runter 1,5 Prozent ist Givaudan am Dienstag bis 16:22 Uhr gefallen. Der Kurs lag bei 3.940 Franken, obwohl Moody's den Rating-Ausblick für den Aromen- und Duftstoffhersteller angehoben und das Rating «Baa1» bestätigt hat (cash).
Auch die frischen Analystenstimmen halfen nicht weiter. Bernstein Research blieb bei «Underperform» und 3.004 Franken Kursziel, UBS setzte das Ziel auf 3.960 Franken hoch und die DZ Bank erhöhte den fairen Wert auf 3.740 Franken, beide ohne Kaufurteil (dpa-AFX Analyser).
Der Markt will mehr als gute Töne
Givaudan lebt von Preissetzungskraft, Innovation und einem breiten Kundenmix aus Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie. Wenn das Wachstum anzieht, schauen Investoren zuerst darauf, ob sich das auch im nächsten Quartal festigt – nicht nur in einem einzelnen Bericht. Genau deshalb ist die Latte nach den jüngsten Zahlen und den erhöhten Zielen so hoch, wie Bernstein schreibt (dpa-AFX Analyser).
Die Analystenlandschaft zeigt das sauber: Drei von sieben Häusern sind positiv, vier bleiben neutral bis negativ. Die Spanne der Kursziele reicht von 3.240 bis 4.395 Franken, im Mittel liegen sie unter dem aktuellen Kurs; damit ist viel Vorschusslorbeeren bereits verarbeitet, auch wenn UBS und DZ Bank ihre Schätzungen angehoben haben (dpa-AFX Analyser).
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 20.10. | Bernstein | Underperform | 3.240 CHF | −20 % |
| 16.10. | DZ Bank | Halten | – | |
| 16.10. | UBS | Neutral | 4.266 CHF | +6 % |
| 14.10. | Deutsche Bank | Buy | 4.395 CHF | +9 % |
| 13.10. | JPMorgan | Overweight | 3.974 CHF | −2 % |
| 13.10. | Jefferies | Hold | 3.255 CHF | −19 % |
| 05.10. | Barclays | Overweight | 4.145 CHF | +3 % |
Bei den Analysten kippt das Bild nicht in Richtung Euphorie. Drei von sieben Häusern sind positiv, die übrigen liegen bei Neutral, Halten oder Underperform; am skeptischsten bleibt Bernstein mit 3.004 Franken Kursziel. Auf der anderen Seite haben UBS, DZ Bank und Deutsche Bank ihre Werte zuletzt angehoben, aber ohne das Votum auf Kaufen zu drehen.
Was der Chart sagt
Der Kurs steht bei 4.038 CHF und damit über der 50-Tage-Linie bei 3.520 CHF sowie über der 200-Tage-Linie bei 3.163 CHF. Die Spanne der letzten 20 Handelstage reicht von 3.374 CHF bis 4.015 CHF. Zum 52-Wochen-Hoch bei 4.015 CHF fehlen +1 %.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung oben im Artikel.
Zwei Szenarien
Über 4.523 CHF
Schafft Givaudan den Sprung über 4.523 CHF (Kursziel), wäre die nächste Hürde genommen. Erst dann bekäme die Erholung Rückenwind.
Unter 3.520 CHF
Rutscht Givaudan unter die Unterstützung bei 3.520 CHF, wird es eng. Unser Stopp läge bei 3.450 CHF.
Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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