Evonik nach der BASF-Absage: Eigenständig, aber die Spekulation bleibt
Evonik hält an seiner eigenen Linie fest, doch die Tür für weitere Gespräche ist nicht ganz zu. Für die Aktie bleibt damit die Frage, ob der Markt auf Klarheit wartet oder die Spekulation weiter trägt (dpa-AFX).

Symbolbild. Kurs: Frankfurt, Stand 04.11., 09:15 Uhr
- Evonik steigt nicht in Übernahmegespräche mit BASF ein, was den Fokus wieder auf die eigene Strategie lenkt (dpa-AFX).
- Ein vertraulicher Austausch ist weiter nicht ausgeschlossen, deshalb bleibt die Fantasie um einen möglichen Deal am Markt lebendig (dpa-AFX).
- Charttechnisch steht die Aktie nach dem starken Lauf nahe einer sensiblen Zone, während die Analysten mit Kurszielen von 14,00 bis 20,00 Euro weiter gespalten bleiben.
BASF abgesagt Evonik hat am Freitag entschieden, nicht in Übernahmegespräche mit BASF einzusteigen, nachdem der Ludwigshafener Konzern Interesse an einem freiwilligen öffentlichen Angebot signalisiert hatte (dpa-AFX). Das Unternehmen sagte zugleich, es bleibe seiner bisherigen Strategie treu und wolle sich als eigenständiges Geschäft weiterentwickeln.
Für die Aktie ist das kein sauberer Befreiungsschlag, sondern ein offenes Ende mit Vorbehalt. Denn Evonik lässt BASF zwar vorerst abblitzen, schließt einen vertraulichen Austausch aber nicht aus – und genau diese Hintertür hält die Spekulation am Leben.
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Die Übernahmefantasie trifft auf harte Marken
Evonik bewegt sich seit der Offerte in einem Spannungsfeld aus Fantasie und Fundamenten. Solange der Markt auf eine mögliche Annäherung schaut, bleibt die Aktie empfindlich für jede neue Wendung aus Essen, Ludwigshafen oder von den Großaktionären.
Jetzt zählt vor allem, ob die Aktie die jüngste Spanne halten kann. Die nächste Aufgabe ist nicht ein großer Sprung, sondern das Verteidigen der Unterstützungen, während morgen die Quartalsmitteilung neue Impulse liefern kann.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 03.11. | DZ Bank | Halten | – | |
| 03.11. | Jefferies | Buy | 20,00 € | −4 % |
| 03.11. | JPMorgan | Underweight | 14,00 € | −33 % |
| 05.10. | Berenberg | Hold | 20,00 € | −4 % |
| 01.10. | Deutsche Bank | Hold | 18,00 € | −14 % |
| 12.08. | Goldman Sachs | Neutral | 20,00 € | −4 % |
Die Analysten sind bei Evonik gespalten: Zwei von sechs Häusern liegen positiv, vier bleiben vorsichtig bis skeptisch. Die Spanne reicht von 14,00 bis 20,00 Euro, der Mittelwert liegt bei 18,40 Euro und damit unter dem aktuellen Kurs. Zuletzt hob Berenberg das Kursziel auf 20,00 Euro an und stufte auf Hold hoch, während JPMorgan bei 14,00 Euro bleibt.
Was der Chart sagt
Der Kurs steht bei 20,85 € und damit über der 50-Tage-Linie bei 19,66 € sowie über der 200-Tage-Linie bei 17,08 €. Die Spanne der letzten 20 Handelstage reicht von 20,11 € bis 21,66 €. Zum 52-Wochen-Hoch bei 21,66 € fehlen 4 %.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung direkt unter dem Artikel.
Zwei Szenarien
Über 21,66 €
Schafft Evonik den Sprung über 21,66 € (20-Tage-Hoch), wäre die nächste Hürde genommen. Erst dann bekäme die Erholung Rückenwind.
Unter 20,11 €
Rutscht Evonik unter die Unterstützung bei 20,11 €, wird es eng. Unser Stopp läge bei 19,71 €.
Unsere Entscheidung zu Evonik
Was wir mit Evonik jetzt machen, an welchen Marken wir den Einstieg festmachen und warum der Abstand nach oben vorerst zu klein ist.
Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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