Eutelsat: IRIS² geht in die Bauphase – die Aktie bleibt unter Druck
Eutelsat meldet für das erste Quartal 2026/27 einen Konzernumsatz von 286 Millionen Euro, nach 293,2 Millionen Euro im Vorjahr. Zugleich ist das EU-Projekt IRIS² nun in die Bauphase übergegangen und bringt 8,9 Milliarden Euro an künftigem Auftragsbestand in die Bilanz.

Symbolbild. Kurs: Paris, Stand 30.10., 17:35 Uhr
- Der Umsatz lag im ersten Quartal bei 286 Millionen Euro, das sind 0,9 Prozent weniger auf vergleichbarer Basis als vor einem Jahr.
- LEO kam auf 70,9 Millionen Euro und wuchs damit um 30,1 Prozent, das Connectivity-Geschäft legte insgesamt um 11,9 Prozent zu.
- Die Aktie notierte zuletzt bei 1,80 Euro und bleibt deutlich unter der 200-Tage-Linie.
IRIS² ist jetzt in Arbeit Eutelsat hat am 29. Oktober die Zahlen für das erste Quartal 2026/27 vorgelegt, wie das Unternehmen mitteilte (Business Wire). Der Umsatz sank leicht, zugleich bestätigte der Konzern alle Finanzziele. Im Nachrichtenbild sticht vor allem ein Punkt hervor: Nach dem erfolgreichen Abschluss von First Rendez-Vous ist IRIS² in die Bauphase eingetreten.
Dazu kommt ein hoher künftiger Umsatzpuffer von 8,9 Milliarden Euro, der mit dem Programm verbunden ist. Genau das hält die Story bei Eutelsat spannend, denn das Geschäft ist weiter zweigeteilt: schrumpfendes Video auf der einen Seite, wachsende Konnektivität und Regierungskunden auf der anderen.
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Konnektivität trägt die Fantasie
Für die Aktie zählt nicht nur der Quartalsumsatz, sondern vor allem die Richtung der Mischung. Video brachte im Quartal 110 Millionen Euro und lag klar unter dem Vorjahreswert, während Mobile Connectivity und Government Services zulegten. Besonders stark blieb LEO mit 30,1 Prozent Wachstum. Genau dort sucht der Markt den Beleg, dass Eutelsat nach der OneWeb-Übernahme operativ näher an seine Wachstumsstory kommt.
IRIS² gibt dieser Story zusätzlich Gewicht. Das Projekt ist politisch aufgeladen und soll Eutelsat im europäischen Satellitenmarkt stärker verankern. Gleichzeitig bleibt die Aktie anfällig, weil der Kurs weit unter früheren Niveaus liegt und der Markt harte Beweise für stabile Erlöse sehen will. Die Zahlen zeigen Wachstum in den richtigen Bereichen, aber noch keinen klaren Befreiungsschlag.
Was der Chart sagt
Die Aktie steht zuletzt bei 1,80 Euro und damit über der 50-Tage-Linie bei 1,74 Euro, aber klar unter der 200-Tage-Linie bei 2,28 Euro. Das 20-Tage-Hoch liegt bei 2,09 Euro, das 20-Tage-Tief bei 1,35 Euro. Seit dem 52-Wochen-Hoch von 4,56 Euro hat der Kurs gut 60 Prozent verloren. Die durchschnittliche Tagesbewegung der letzten 60 Tage liegt bei 3,4 Prozent.
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Zwei Szenarien
Über 2,09 Euro
Schafft die Aktie den Sprung über das 20-Tage-Hoch bei 2,09 Euro, wäre der nächste Widerstand überwunden. Dann bekommt die Bewegung aus der IRIS²-Meldung mehr Gewicht.
Zurück unter 1,74 Euro
Fällt Eutelsat wieder unter die 50-Tage-Linie bei 1,74 Euro, wäre die jüngste Erholung schnell wieder verpufft. Dann rückt das 20-Tage-Tief bei 1,35 Euro erneut in den Blick.
Unsere Entscheidung zu Eutelsat vor dem nächsten Impuls
Was wir mit Eutelsat jetzt tun, zeigen wir mit klaren Marken für Einstieg, Stopp und Ziel.
Quellen: Business Wire (30.10.), Business Wire (29.10.), Business Wire (31.10.); Kursdaten EODHD (Paris), Stand 30.10., 17:35 Uhr. Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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