Deutsche Post vor den Zahlen: Fedex wird optimistischer – wie weit trägt die Rally?
In fünf Tagen legt Deutsche Post die Quartalsmitteilung vor. Zuletzt kostete die Aktie 58,34 Euro und damit nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 58,97 Euro.

Symbolbild. Kurs: Frankfurt, Stand 30.10., 20:16 Uhr
- Die Aktie liegt seit Jahresbeginn 24,9 Prozent im Plus und hat die 50-Tage-Linie bei 56,55 Euro zurückerobert.
- Nach den Fedex-Zahlen blickt der Markt etwas freundlicher auf den Sektor, DHL hatte seine Jahresziele bereits Mitte Oktober erhöht.
- Trotz des starken Laufs liegt der nächste Widerstand mit 58,87 bis 58,97 Euro sehr nah über dem Kurs.
Rally vor dem Quartal Deutsche Post hat sich zuletzt in Reichweite des Jahreshochs gehalten. Zuletzt schloss die Aktie bei 58,34 Euro, am letzten Handelstag lag sie 0,6 Prozent im Minus. Die Quartalsmitteilung kommt am 5. November.
Auslöser für die neue Aufmerksamkeit ist auch der Blick auf die Konkurrenz. Nach den Fedex-Zahlen vom 29. Oktober wurde der Ton im Logistiksektor etwas freundlicher (dpa-AFX). Fedex wurde beim Gewinn und Umsatz zwar vorsichtiger bzw. optimistischer, der Markt reagierte zunächst aber nervös.
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Warum die Marke 58,97 Euro zählt
Für Deutsche Post ist die Nähe zum Hoch ein doppeltes Thema: Einerseits zeigt sie Stärke, andererseits wird der Spielraum nach oben kleiner. Genau deshalb schaut der Markt jetzt auf die Quartalsmitteilung. Die Frage ist weniger, ob die Aktie im Aufwärtstrend bleibt, sondern ob neue Zahlen genug Rückenwind liefern, um die Hürde oberhalb von 58,87 Euro zu überspringen.
DHL Group hatte Mitte Oktober bereits Eckdaten vorgelegt und die Jahresziele erhöht. Das stützt die Fantasie vor dem vollständigen Quartalsbericht, ersetzt aber keine neuen Belege für die operative Entwicklung. Nach dem starken Lauf seit Jahresbeginn braucht die Aktie nun frische Bestätigung, sonst drohen Gewinnmitnahmen am Widerstand.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 27.10. | JPMorgan | Overweight | 65,00 € | +11 % |
| 23.10. | Bernstein | Neutral | 47,00 € | −19 % |
| 20.10. | Barclays | Overweight | 63,00 € | +8 % |
| 19.10. | DZ Bank | Kaufen | – | |
| 19.10. | Deutsche Bank | Buy | 64,00 € | +10 % |
| 17.10. | RBC | Outperform | 67,00 € | +15 % |
| 08.10. | Jefferies | Hold | 61,00 € | +5 % |
| 06.10. | UBS | Neutral | 59,50 € | +2 % |
Von acht Analysten sind fünf positiv eingestellt. Die Kursziele reichen von 47,00 bis 67,00 Euro, im Mittel stehen 60,93 Euro und damit rund 4 Prozent über dem letzten Kurs. Am jüngsten war JPMorgan am 27.10. mit Overweight und 65,00 Euro, während Bernstein Research mit 47,00 Euro am skeptischsten bleibt.
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Der Kurs liegt mit 58,34 Euro über der 50-Tage-Linie bei 56,55 Euro und auch über der 200-Tage-Linie bei 51,98 Euro. Das 20-Tage-Hoch bei 58,87 Euro und das 52-Wochen-Hoch bei 58,97 Euro sind direkt in Schlagdistanz. Unter dem Markt liegt das 20-Tage-Tief bei 54,35 Euro, darunter die 50-Tage-Linie als erste wichtige Unterstützung. Die durchschnittliche Tagesbewegung der letzten 60 Tage liegt bei 1,0 Prozent.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung direkt unter dem Artikel.
Zwei Szenarien
Ausbruch über das Hoch
Gelingt der Sprung über 58,97 Euro, rückt die Zone um 65,34 Euro in den Fokus. Dann hätten die Zahlen genug Gewicht, um den Trend weiterzutragen.
Rücklauf zur Unterstützung
Scheitert die Aktie an 58,87 bis 58,97 Euro, kann sie wieder Richtung 56,55 Euro drehen. Dort entscheidet sich, ob der Aufwärtstrend hält oder Luft abgelassen wird.
Unsere Entscheidung vor den Zahlen
Was wir mit Deutsche Post jetzt tun, inklusive konkreter Marken und eines klaren Plans.
Quellen: JPMorgan, Bernstein, Barclays, DZ Bank, Deutsche Bank, RBC, Jefferies, UBS laut dpa-AFX Analyser (FinanzNachrichten.de); dpa-AFX (29.10.), sharedeals.de (28.10.), electrive.net (28.10.); Unternehmenstermine laut FinanzNachrichten.de; Kursdaten EODHD (Frankfurt), Stand 30.10., 20:16 Uhr. Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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