CEWE Stiftung: Kartellamt prüft Kodak-Zukauf – Aktie bleibt am Deckel
3 Prozent Minus an einem Tag und zugleich eine neue Baustelle im M&A-Prozess: CEWE meldet ein laufendes Fusionskontrollverfahren für den mittelbaren Erwerb von Kodak Moments Retail Photo Solutions. Für die Aktie bleibt damit die Frage offen, ob der Markt hier schon zu viel vorweggenommen hat oder ob der nächste Schub erst nach dem Behördenentscheid kommt.

Symbolbild. Kurs: Xetra, Stand 03.11., 14:02 Uhr
- Das Bundeskartellamt prüft den mittelbaren Erwerb des Geschäftsbereichs Kodak Moments Retail Photo Solutions von Kodak Alaris durch CEWE (Bundeskartellamt).
- Parallel läuft der Aktienrückkauf weiter: In der 7. Zwischenmeldung nennt CEWE für den Zeitraum vom 26. bis 30. Oktober 3.000 zurückgekaufte Aktien (EQS Group).
- Die Aktie rutscht heute auf 113,60 Euro ab und liegt damit nur noch knapp unter dem 20-Tage-Hoch von 118,20 Euro – der Abstand zur nächsten Hürde bleibt klein.
Kartellamt prüft Zukauf Das Bundeskartellamt hat ein laufendes Fusionskontrollverfahren zu CEWE und dem mittelbaren Erwerb des Geschäftsbereichs Kodak Moments Retail Photo Solutions von Kodak Alaris veröffentlicht. Die Mitteilung stammt vom 3. November und nennt CEWE als Unternehmen in Oldenburg (Bundeskartellamt).
Dazu kommt eine frische Kapitalmarktinformation zum Aktienrückkauf: Vom 26. bis 30. Oktober kaufte CEWE 3.000 eigene Aktien zurück, insgesamt sind seit dem 15. September 22.800 Stück erworben worden (EQS Group). An der Börse reagiert die Aktie mit Schwäche und liegt am frühen Nachmittag 3,1 Prozent im Minus.
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Der Markt schaut jetzt auf den nächsten Bescheid
CEWE ist im Foto- und Druckgeschäft breit aufgestellt, und genau deshalb sind Zukäufe im Umfeld des Kerngeschäfts für die Story wichtig. Ein Kartellverfahren bremst den Fantasieeffekt nicht zwingend aus, macht den Weg aber weniger geradlinig. Solche Prozesse mögen trocken wirken, für die Aktie können sie trotzdem zum Taktgeber werden, weil der Markt gern vor dem Abschluss eine saubere Linie sehen will.
Dazu passt der laufende Aktienrückkauf. Er stützt zwar nicht automatisch den Kurs, signalisiert aber, dass CEWE die eigene Aktie fortlaufend am Markt einsammelt. Im Umfeld des aktuellen Rücksetzers bleibt entscheidend, ob die Notiz oberhalb der nahen Unterstützungen hält oder ob der Markt den Bereich rund um die kurzfristigen Marken zuerst testen will.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 08.10. | MPCM | Buy | 158,00 € | +39 % |
| 13.08. | Warburg Research | Buy | 158,00 € | +39 % |
| 13.08. | Baader Bank | Buy | 126,00 € | +11 % |
Bei den Analysten bleibt das Bild freundlich: Alle drei aktuell gelisteten Häuser liegen auf Buy, die Kursziele reichen von 126,00 bis 158,00 Euro. Am oberen Ende stehen MPCM und Warburg Research mit 158,00 Euro, die Baader Bank liegt mit 126,00 Euro spürbar vorsichtiger.
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Die Aktie notiert mit 113,60 Euro über der 50-Tage-Linie bei 109,19 Euro und auch über der 200-Tage-Linie bei 100,46 Euro. Gleichzeitig hat sie den jüngsten 20-Tage-Tiefpunkt bei 109,20 Euro noch knapp hinter sich gelassen, während das 20-Tage-Hoch bei 118,20 Euro als nächste Hürde bleibt. Der Kurs liegt damit weiterhin unter dem 52-Wochen-Hoch von 118,20 Euro, aber noch deutlich über dem 52-Wochen-Tief von 89,10 Euro. Die durchschnittliche Tagesbewegung der letzten 60 Tage liegt bei 0,9 Prozent.
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Zwei Szenarien
Über 118,20 Euro
Hält sich die Aktie über 109,20 Euro und arbeitet sich wieder in Richtung 118,20 Euro vor, bleibt der Aufwärtstrend intakt. Dann bekommt der Zukauf- und Rückkaufmix wieder Rückenwind.
Zurück an 109,20 Euro
Fällt CEWE unter 109,20 Euro, wird die kurze Seitwärtszone schnell zur Bewährungsprobe. Dann rückt die 50-Tage-Linie bei 109,19 Euro als erste Orientierung in den Mittelpunkt.
Unsere Entscheidung zu CEWE Stiftung
Was wir mit CEWE jetzt machen – inklusive der konkreten Marken und des Plans rund um den aktuellen Rücksetzer.
Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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