Befesa: Berenberg hebt Ziel auf 45 Euro – warum die Aktie schon viel vorweggenommen hat
Nach den starken Quartalszahlen kommt die nächste Bestätigung aus dem Analystenlager – und doch rennt der Kurs bereits dicht unter dem Hoch. Genau deshalb ist die Frage jetzt nicht nur, wie gut Befesa geliefert hat, sondern was davon schon im Kurs steckt.

Symbolbild. Kurs: Xetra, Stand 02.11., 10:10 Uhr
- Berenberg erhöht das Kursziel nach den Q3-Zahlen von 40 auf 45 Euro und bleibt bei Buy.
- Die Bank verweist auf ein um zwei Prozent besseres Ebitda und auf hohe Zinkpreise als Rückenwind.
- Die Aktie ist seit Freitag kräftig gelaufen und steht nahe am 52-Wochen-Hoch – Luft nach oben ist kurzfristig knapp.
Stark geliefert, teuer geworden. Berenberg hat das Kursziel für Befesa nach den Zahlen zum dritten Quartal von 40 auf 45 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen, wie die Privatbank am Montag mitteilte (dpa-AFX Analyser). Nach Einschätzung von Analyst Lasse Stueben lag das operative Ergebnis zwei Prozent über der Konsensschätzung. Als Treiber nennt er hohe Zinkpreise an der London Metal Exchange und die Nachfrage nach Industrieabfällen aus der Stahl- und Aluminiumindustrie.
Die Meldung kommt nach einem bereits deutlichen Reaktionsschub der Aktie. Befesa notiert am Montagvormittag bei 38,20 Euro und damit nur knapp unter dem bisherigen 52-Wochen-Hoch. Dass nun noch ein weiteres Haus das Ziel anhebt, stützt zwar den Rückenwind nach den Quartalszahlen, ändert aber nichts am engen Abstand zur nächsten charttechnischen Hürde.
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Die Zahlen haben das Bild gedreht
Für Befesa zählt derzeit vor allem, ob die jüngste Ergebniseuphorie mehr ist als ein kurzfristiger Reflex auf höhere Metallpreise und den starken Quartalsbericht. Das Geschäftsmodell hängt an der Verwertung von Industrieabfällen, vor allem aus der Stahl- und Aluminiumindustrie. Wenn Zinkpreise und Mengen stimmen, springt die Marge schnell an; wenn nicht, wird es zäher.
Genau deshalb schauen Marktteilnehmer jetzt weniger auf die Richtung allein als auf die Nachhaltigkeit. UBS hatte das Kursziel am 29. Oktober auf 55 Euro erhöht und Jefferies am 28. Oktober auf 44 Euro bestätigt. Drei von vier in der Liste genannten Einschätzungen sind positiv, aber das Papier läuft bereits nahe an eine Zone heran, in der viele gute Nachrichten eingepreist sein dürften.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| heute | Berenberg | Buy | 45,00 € | +18 % |
| 29.10. | UBS | Buy | 55,00 € | +44 % |
| 28.10. | Jefferies | Buy | 44,00 € | +15 % |
| 20.10. | Deutsche Bank | Hold | 39,00 € | +2 % |
Die Analysten bleiben klar freundlich: Drei der vier genannten Häuser raten zum Kauf, nur Deutsche Bank Research liegt mit Hold deutlich zurückhaltender. Die Kursziele reichen von 39 bis 55 Euro, der Mittelwert liegt bei 45,75 Euro und damit merklich über dem aktuellen Kurs. Auffällig ist, dass gleich zwei Häuser nach dem Quartal ihre Ziele angehoben haben.
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Befesa steht bei 38,20 Euro und damit nur knapp über dem 20-Tage-Hoch von 38,10 Euro. Der Kurs liegt über der 50-Tage-Linie bei 35,05 Euro und auch über der 200-Tage-Linie bei 33,56 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 27,5 Prozent, in fünf Tagen sogar 16,3 Prozent. Das spricht für Trendstärke, aber auch für wenig Abstand zur nächsten technischen Marke.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung direkt unter dem Artikel.
Zwei Szenarien
Trend hält
Bleibt die Aktie über 38,10 Euro, bleibt der jüngste Ausbruch intakt. Dann rückt das Analystenziel von 45 Euro als nächste Orientierungsmarke in den Blick.
Luft wird knapp
Fällt Befesa wieder unter die Zone um 35,05 Euro, verliert der jüngste Lauf an Kraft. Dann wäre die charttechnische Ruhe schnell dahin, bevor der Markt die jüngsten Zahlen sauber verdaut hat.
Unsere Entscheidung zu Befesa
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Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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