Airbus legt Rekordjahr in Sichtweite vor: Warum die Aktie trotzdem noch Luft hat
Airbus hat die Neunmonatszahlen vorgelegt und sieht sich weiter auf Kurs zu rund 870 Auslieferungen im Gesamtjahr. Trotzdem steht nach dem operativen Dämpfer im dritten Quartal nicht nur der Schluss-Spurt, sondern auch die Frage nach der Robustheit des Ausblicks im Mittelpunkt.

Symbolbild. Kurs: Frankfurt, Stand 29.10., 15:47 Uhr
- Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten auf 50,6 Milliarden Euro, wie ES&T berichtet.
- Mehrere Analysten haben ihre Einschätzung heute bestätigt oder angepasst, darunter DZ Bank, JPMorgan und Jefferies.
- Die Aktie notiert mit 196,67 Euro über der 50-Tage- und 200-Tage-Linie, aber noch klar unter dem 52-Wochen-Hoch.
Rekordjahr trotz Dämpfer. Airbus hat am Donnerstag seine Neunmonatszahlen veröffentlicht und verweist weiter auf das Ziel, im laufenden Jahr rund 870 Verkehrsflugzeuge an Kunden auszuliefern. Der Umsatz kletterte laut ES&T in den ersten neun Monaten auf 50,6 Milliarden Euro. Gleichzeitig bleibt der Ton vorsichtig: Im dritten Quartal belasteten Produktionsprobleme bei zwei Flugzeugtypen das operative Ergebnis.
An der Börse kam das gut an. Die Aktie lag am Nachmittag bei 196,67 Euro und damit 2,3 Prozent im Plus. Der Markt schaut nun vor allem darauf, ob der Konzern im vierten Quartal den nötigen Schlussspurt schafft und ob die Prognose trotz der Störungen hält.
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Der Schlussspurt entscheidet über den Ausblick
Für Airbus zählt jetzt vor allem die Produktion. Das Management hält an der Jahresprognose fest, doch die Zahlen zeigen, wie eng der Spielraum ist: Im vierten Quartal müssen nach Einschätzung von mwb research rund 323 Flugzeuge ausgeliefert werden, damit das Jahresziel erreichbar bleibt. Die Analysten verweisen zugleich auf den starken Beitrag von Defence and Space, der den schwächeren Bereich des Verkehrsflugzeuggeschäfts teilweise abfedert.
Für Anleger ist das ein klassischer Mix aus Rückenwind und Reibung. Die Story bleibt intakt, weil Airbus operativ stark wächst und der Auftragsbestand hoch bleibt. Gleichzeitig will der Markt Belege sehen, dass die Produktion ohne weitere Störungen hochläuft und der Auslieferungsanstieg nicht erneut ins Stocken gerät.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| heute | DZ Bank | Kaufen | – | |
| heute | Berenberg | Hold | 210,00 € | +7 % |
| heute | Bernstein | Outperform | 240,00 € | +22 % |
| heute | JPMorgan | Overweight | 250,00 € | +27 % |
| heute | Jefferies | Hold | 210,00 € | +7 % |
| 28.10. | RBC | Outperform | 240,00 € | +22 % |
| 16.10. | Deutsche Bank | Buy | 232,00 € | +18 % |
| 15.10. | UBS | Buy | 240,00 € | +22 % |
Heute kamen mehrere frische Einschätzungen herein. DZ Bank bleibt bei Kaufen, Berenberg bei Hold, Bernstein Research bei Outperform, JPMorgan hob das Kursziel auf 250 Euro an und Jefferies auf 210 Euro. Die Spanne reicht damit von 210 bis 250 Euro, der Mittelwert liegt bei 231,71 Euro und damit deutlich über dem aktuellen Kurs.
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Die Aktie steht mit 196,67 Euro über der 50-Tage-Linie bei 195,39 Euro und über der 200-Tage-Linie bei 188,35 Euro. Zugleich liegt sie unter dem 20-Tage-Hoch von 201,28 Euro und noch 12 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch bei 223,32 Euro. Das 20-Tage-Tief bei 184,07 Euro bleibt der erste sichtbare Puffer nach unten. Die durchschnittliche Tagesbewegung der letzten 60 Tage liegt bei 1,0 Prozent.
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Zwei Szenarien
Starker Schlussspurt
Hält Airbus die Produktion hoch und kommt in Richtung des 52-Wochen-Hochs bei 223,32 Euro, rückt das Rekordjahr noch stärker in den Fokus. Dann würde auch der Bereich um die Marke von 201,28 Euro als Zwischenstation zählen.
Produktionsrisiko bleibt
Rutscht die Aktie wieder unter die 50-Tage-Linie bei 195,39 Euro, wächst der Druck auf den Ausblick. Unter der 200-Tage-Linie bei 188,35 Euro würde der Markt die Jahresziele deutlich kritischer prüfen.
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Quellen: DZ Bank, Berenberg, Bernstein, JPMorgan, Jefferies, RBC, Deutsche Bank, UBS laut dpa-AFX Analyser (FinanzNachrichten.de); dpa-AFX-Analyser (29.10.), dpa-AFX (29.10.), mwb research (29.10.); Kursdaten EODHD (Frankfurt), Stand 29.10., 15:47 Uhr. Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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