Deutsche Post nach starken Quartalszahlen: Diese Marke entscheidet jetzt
Starke Quartalszahlen und ein angehobener Ausblick hätten der DHL Group Rückenwind geben sollen. Stattdessen rutschte die Aktie zuletzt ab und tastet sich nun an eine Zone heran, die über den nächsten Schub entscheiden kann.

Symbolbild. Kurs: Frankfurt, Stand 06.11., 16:57 Uhr
- Die DHL Group meldete am 6. November Erlössteigerung im dritten Quartal 2026 und hob den Jahressuchausblick an (Aviation.Direct).
- Mehrere Häuser wurden danach zuversichtlicher und sehen das Wachstum breiter abgestützt als zuvor (dpa-AFX Analyser).
- Trotz der positiven Nachrichten kam der Kurs zuletzt unter Druck – genau deshalb rückt nun eine technische Marke in den Fokus.
Gute Zahlen, schwacher Kurs. Die Deutsche Post hat mit ihren dritten Quartalszahlen geliefert und den Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. Trotzdem stand die Aktie zuletzt bei 57,81 Euro und damit 3,3 Prozent im Minus am letzten Handelstag. Die Nachrichtenlage kam am Markt also nicht sofort als Befreiungsschlag an (Aviation.Direct, dpa-AFX Analyser).
Unsere Entscheidung zur Deutschen Post
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Genau daraus entsteht jetzt Spannung: Fundamentaldaten und Kursentwicklung laufen kurzfristig auseinander. Für den weiteren Verlauf zählt vor allem, ob die Aktie die Zone um die 50-Tage-Linie verteidigt oder den jüngsten Schwung wieder verliert.
Warum die Aktie trotz guter Zahlen ins Stocken gerät
Die Meldung über die Erlössteigerung im dritten Quartal und den angehobenen Jahresausblick ist für den Logistiker ein wichtiges Signal. DHL lebt von einem breiten Mix aus Express, Fracht und Paketgeschäft; wenn das Wachstum laut Deutsche Bank Research nun auf breiteren Füßen steht, stützt das die Story über Einmaleffekte hinaus (dpa-AFX Analyser).
Hinzu kommt: Mehrere Analysten haben ihre positive Sicht nach den Zahlen bestätigt oder ausgebaut. Barclays hob das Kursziel auf 66 Euro an und blieb bei Overweight, Deutsche Bank Research bestätigte Buy mit 64 Euro. Das zeigt: Die Erwartungen an das operative Momentum sind nach wie vor hoch, auch wenn der Markt die Aktie zuletzt erst einmal abverkauft hat.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 06.11. | Barclays | Overweight | 66,00 € | +14 % |
| 06.11. | Deutsche Bank | Buy | 64,00 € | +11 % |
| 05.11. | RBC | Outperform | 67,00 € | +16 % |
| 05.11. | JPMorgan | Overweight | 65,00 € | +12 % |
| 05.11. | Bernstein | Neutral | 47,00 € | −19 % |
| 05.11. | Jefferies | Hold | 61,00 € | +6 % |
| 19.10. | DZ Bank | Kaufen | – | |
| 06.10. | UBS | Neutral | 59,50 € | +3 % |
Von acht aktuellen Einschätzungen sind fünf positiv. Die Kursziele reichen von 47,00 bis 67,00 Euro, der Mittelwert liegt bei 61,36 Euro und damit knapp über dem letzten Kurs. Am optimistischsten sind Barclays mit 66 Euro und RBC mit 67 Euro, skeptisch bleibt vor allem Bernstein Research mit 47 Euro.
Was der Chart sagt
Die Aktie notiert zuletzt knapp unter ihrem 20-Tage-Hoch von 61,11 Euro und zugleich über der 50-Tage-Linie bei 56,81 Euro. Das 20-Tage-Tief bei 55,69 Euro liegt nicht weit entfernt und markiert zusammen mit der 50-Tage-Linie den ersten wichtigen Puffer. Unterhalb davon wird die 200-Tage-Linie bei 52,29 Euro zum nächsten Orientierungspunkt. Oben bleibt das 20-Tage-Hoch bei 61,11 Euro die Marke, an der der jüngste Lauf wieder Fahrt aufnehmen muss.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung oben im Artikel.
Zwei Szenarien
Rückkehr zum Hoch
Hält die Aktie die Zone über 56,81 Euro, bleibt der Angriff auf 61,11 Euro intakt. Ein Ausbruch darüber würde das jüngste Hoch zurück in Reichweite bringen.
Bruch der Unterstützung
Fällt der Kurs unter 56,81 Euro, rückt das 20-Tage-Tief bei 55,69 Euro in den Blick. Dort entscheidet sich, ob die Aktie nur pausiert oder tiefer zurücksetzt.
Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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