InflaRx: Phase-1-Daten veröffentlicht – die Aktie bleibt unter Druck
11,4 Prozent hat die InflaRx-Aktie am Freitag eingebüßt. Auslöser ist die neue Veröffentlichung zu Izicopan, die zwar ein positives Sicherheitsprofil beschreibt, den Markt aber offenbar nicht aus dem Tritt bringt.

Symbolbild. Kurs: NYSE/Nasdaq, Stand 06.11., 16:45 Uhr
- InflaRx hat Phase-1-Daten zu Izicopan veröffentlicht und dabei auf Sicherheit sowie ein günstiges pharmakokinetisch-pharmakodynamisches Profil verwiesen (GlobeNewswire).
- Trotz der neuen Daten fällt die Aktie deutlich, was zeigt, dass der Markt noch auf belastbarere klinische Fortschritte wartet.
- Die jüngsten Meldungen drehen sich fast komplett um Izicopan – genau daran hängt bei InflaRx derzeit die Fantasie.
Unsere Entscheidung vor den Phase-1-Daten
Was wir mit InflaRx jetzt tun – mit konkreten Marken, Einstieg, Stopp und Ziel.
Phase-1-Daten verpuffen 11,4 Prozent hat die InflaRx-Aktie bis zum Freitag 16:45 Uhr verloren und notiert bei 1,20 US-Dollar. Am selben Tag meldete das Unternehmen die Veröffentlichung von Phase-1-Daten zu Izicopan, die ein günstiges Sicherheits- sowie PK/PD-Profil beschreiben (GlobeNewswire, 06.11.).
Der Börsenwert reagiert damit nicht auf eine neue Umsatzgeschichte, sondern weiter auf klinische Perspektiven. Für InflaRx bleibt entscheidend, ob aus dem frühen Signal ein sauberer Entwicklungspfad wird – alles andere tritt im Kursbild gerade in den Hintergrund.
Izicopan bleibt der Taktgeber
InflaRx ist ein Biopharma-Unternehmen, das mit anti-entzündlichen Therapien über das Komplementsystem arbeitet. Der Markt schaut deshalb nicht auf große Umsätze, sondern auf Studiendaten, Entwicklungsfortschritt und die Frage, ob aus dem Wirkstoffkandidaten ein tragfähiges Programm werden kann.
Genau deshalb bekommen Meldungen zu Izicopan so viel Gewicht. Am 03.11. hatte InflaRx bereits den Start von zwei Phase-2-Studien ab 2027 in Aussicht gestellt; die neue Veröffentlichung vom 06.11. legt nun nach, reicht aber offenbar nicht, um den Kurs zu stabilisieren. Eine einzelne Nachricht erklärt das nicht, doch die Richtung ist klar: Ohne klinische Substanz bleibt die Aktie anfällig.
Was der Chart sagt
Die Aktie liegt mit 1,20 US-Dollar unter der 50-Tage-Linie bei 1,81 US-Dollar und auch unter der 200-Tage-Linie bei 1,65 US-Dollar. Das 20-Tage-Tief liegt bei 1,29 US-Dollar, der Kurs notiert also auch darunter. Erst das 20-Tage-Hoch bei 1,79 US-Dollar würde dem Chart wieder Luft verschaffen; darunter bleibt das Bild schwach. Die durchschnittliche Tagesbewegung der letzten 60 Tage liegt bei 3,6 Prozent, der Titel bleibt also beweglich.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung oben im Artikel.
Zwei Szenarien
Rücklauf bis 1,79
Hält die Aktie den Bereich um 1,16 bis 1,21 US-Dollar und dreht dann nach oben, wäre das 20-Tage-Hoch bei 1,79 US-Dollar das erste Ziel. Dort entscheidet sich, ob die jüngste Schwäche nur ein Zwischenstopp war.
Bruch der Unterstützung
Fällt die Aktie unter 0,782 US-Dollar, wäre die Unterstützung bei 0,798 US-Dollar klar unterschritten. Dann dürfte der Druck auf den Chart deutlich zunehmen.
Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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