Deutsche Telekom: Rekordzahlen und höhere Prognose – wie weit trägt der Schub?
Wie viel Rückenwind steckt nach den neuen Zahlen wirklich noch in der Aktie? Die Antwort fällt heute gemischt aus: Das operative Bild ist stark, doch der Kurs reagiert nach dem Bericht erst einmal schwach.

Symbolbild. Kurs: Xetra, Stand 05.11., 11:15 Uhr
- Die Deutsche Telekom hat für das dritte Quartal bessere Resultate gemeldet und die Prognose für das bereinigte EBITDA AL angehoben (AFX News, 05.11.).
- Zusätzlich plant der Konzern für 2027 Aktienrückkäufe von bis zu 2 Milliarden Euro und will die Dividende auf 1,10 Euro je Aktie erhöhen (AFX News, 05.11.).
- Trotz der robusten Zahlen fällt die Aktie am Vormittag deutlich, sodass der Markt offenbar auch auf Details und nicht nur auf die Überschrift schaut.
Starke Zahlen, schwacher Kurs? Wie passt ein kräftig wachsender Quartalsbericht zu einem Minus im Aktienkurs? Die Deutsche Telekom meldete am Donnerstag höhere Erlöse, steigende Gewinne und eine angehobene operative Prognose, wie das Unternehmen laut dpa-AFX und AFX News mitteilte.
Der Umsatz legte im dritten Quartal auf 31,102 Milliarden Euro zu, das Nettoergebnis auf 2,762 Milliarden Euro. Gleichzeitig hob der Konzern die Erwartung für das bereinigte EBITDA AL auf rund 47,6 Milliarden Euro an; der freie Cashflow AL soll nun bei rund 20,1 Milliarden Euro liegen. Für 2027 ist zudem ein Aktienrückkauf von bis zu 2 Milliarden Euro geplant, die Dividende soll auf 1,10 Euro steigen (AFX News, 05.11.).
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Der Markt hört auf die Details
Für die Deutsche Telekom zählt vor allem, ob die US-Tochter T-Mobile US weiter liefert und ob das Geschäft in Deutschland stabil bleibt. Genau dort sieht der Konzern die jüngste Verbesserung, zugleich verweist er auf höhere Erwartungen bei T-Mobile US (AFX News, 05.11.).
Die Aktie lebt seit Langem von drei Themen: Wachstum, Cashflow und Ausschüttung. Der neue Ausblick stützt alle drei Punkte, doch der Markt schaut heute offenbar auch auf die Frage, ob nach dem starken Lauf der Erwartungen schon sehr viel eingepreist ist.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| heute | JPMorgan | Overweight | 38,00 € | +47 % |
| 04.11. | UBS | Buy | – | |
| 20.10. | Barclays | Overweight | 32,00 € | +24 % |
| 19.10. | Deutsche Bank | Buy | 40,00 € | +55 % |
| 19.10. | Bernstein | Neutral | 28,10 € | +9 % |
| 05.10. | Goldman Sachs | Buy | 38,00 € | +47 % |
| 01.10. | Berenberg | Buy | 35,20 € | +36 % |
Die Analysten bleiben überwiegend freundlich: Sechs von sieben Häusern liegen aktuell auf einer positiven Seite, nur Bernstein Research ist mit „Market-Perform“ zurückhaltender. Die Kursziele reichen von 28,10 bis 40,00 Euro, der Mittelwert liegt bei 35,22 Euro. Nach den Zahlen bestätigte JPMorgan heute „Overweight“ und 38,00 Euro, UBS hielt gestern an „Buy“ fest.
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Mit 25,86 Euro notiert die Aktie unter der 50-Tage-Linie bei 26,82 Euro und auch unter der 200-Tage-Linie bei 28,48 Euro. Der nächste harte Widerstand liegt beim 20-Tage-Hoch von 27,15 Euro. Auf der Unterseite bleibt das 20-Tage-Tief bei 24,53 Euro die erste wichtige Marke, darunter rückt das Tief von 23,53 Euro aus dem Sommer in den Blick. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 34,36 Euro zeigt, wie viel Aufholpotenzial der Markt noch offenlässt.
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Zwei Szenarien
Über 27,15 Euro
Gelingt der Aktie der Sprung über 27,15 Euro, wäre das ein erstes Zeichen, dass der Markt die höheren Ziele und den verbesserten Ausblick annimmt. Dann rückt die 28,48-Euro-Linie wieder in Reichweite.
Bruch der 24,53 Euro
Fällt die Aktie unter 24,53 Euro, wäre der jüngste Anlauf schnell wieder verpufft. Dann kommt das Sommer-Tief bei 23,53 Euro als nächste Haltestelle ins Spiel.
Unsere Entscheidung nach den Zahlen
Was wir mit der Telekom jetzt tun, hängt an klaren Marken und einem festen Plan.
Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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