SAP im Check: starke Quartalszahlen treiben die Aktie weiter
SAP bleibt nach den Quartalszahlen gefragt und hat den Rücksetzer im Softwaresektor schnell abgeschüttelt. Die Frage ist jetzt, ob der Lauf bis an die nächste Hürde noch genug Luft hat.

Symbolbild. Kurs: Frankfurt, Stand 04.11., 16:42 Uhr
- Teamviewer belastete den Softwaresektor mit einer gekappten Prognose, doch SAP zog schnell wieder an und notierte am 04.11. deutlich fester (dpa-AFX).
- Nach den Quartalszahlen liegen die Analystenziele weiter über dem Kurs; die Spanne reicht von 175,00 bis 258,00 Euro.
- Charttechnisch rückt SAP näher an das 20-Tage-Hoch heran, zugleich ist der Abstand zur 52-Wochen-Spitze noch spürbar.
Unsere Entscheidung zu SAP
Was wir mit SAP jetzt tun – mit konkreten Marken, Einstieg, Stopp und Ziel.
Software-Sektor bremst SAP wurde am Montag von der Schwäche im Softwaresektor mitgerissen. Auslöser war der deutliche Einbruch bei Teamviewer nach einer gekappten Umsatzprognose; laut dpa-AFX belastete das auch SAP und Nemetschek, SAP gehörte im Dax zu den Schwächeren.
Für die Aktie ist das vor allem deshalb relevant, weil sie nach der Rally der vergangenen Monate bereits weit gelaufen ist. Der jüngste Rücksetzer verändert die größere Story aber nicht: Die Analysten haben nach den Quartalszahlen überwiegend nach oben nachgezogen, während einzelne skeptisch bleiben.
Gute Zahlen reichen nicht für einen geraden Weg
SAP bleibt ein Schwergewicht im Softwaremarkt, und genau das macht die Aktie anfällig für Branchenbewegungen. Wenn ein Wettbewerber wie Teamviewer mit einer schwächeren Prognose überrascht, wird nicht nur dessen Geschäftsmodell neu bepreist, sondern oft auch der Rest des Sektors mit nach unten gezogen.
Gleichzeitig stützt SAP weiter die Erwartung, dass das Cloud-Geschäft robust läuft. Das zeigen die vielen positiven Analystenstimmen nach den Zahlen vom 22. Oktober: Goldman Sachs hob das Kursziel auf 258 Euro an und blieb bei 'Buy', Barclays liegt bei 250 Euro, Deutsche Bank Research bei 235 Euro und Berenberg bei 240 Euro. Am anderen Ende stehen JPMorgan mit 175 Euro und UBS mit 201 Euro; die Spanne bleibt damit groß.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 23.10. | Goldman Sachs | Buy | 258,00 € | +21 % |
| 22.10. | DZ Bank | Verkaufen | – | |
| 22.10. | UBS | Neutral | 201,00 € | −6 % |
| 22.10. | Barclays | Overweight | 250,00 € | +17 % |
| 22.10. | Deutsche Bank | Buy | 235,00 € | +10 % |
| 22.10. | Berenberg | Buy | 240,00 € | +12 % |
| 22.10. | JPMorgan | Neutral | 175,00 € | −18 % |
| 22.10. | Jefferies | Buy | 220,00 € | +3 % |
Sechs von acht Analysten sind positiv, und die Kursziele reichen von 175,00 bis 258,00 Euro. Auffällig ist, dass Goldman Sachs mit 258 Euro am weitesten nach oben schaut, während JPMorgan mit 175 Euro deutlich vorsichtiger bleibt. Nach den Zahlen haben mehrere Häuser ihre Ziele angehoben, was den Rückenwind für SAP bestätigt.
Was der Chart sagt
Der Kurs steht bei 213,84 € und damit über der 50-Tage-Linie bei 191,57 € sowie über der 200-Tage-Linie bei 165,26 €. Die Spanne der letzten 20 Handelstage reicht von 185,26 € bis 216,53 €. Zum 52-Wochen-Hoch bei 230,20 € fehlen 7 %.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung oben im Artikel.
Zwei Szenarien
Über 230,20 €
Schafft SAP den Sprung über 230,20 € (52-Wochen-Hoch), wäre die nächste Hürde genommen. Erst dann bekäme die Erholung Rückenwind.
Unter 191,57 €
Rutscht SAP unter die Unterstützung bei 191,57 €, wird es eng. Unser Stopp läge bei 187,74 €.
Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
Das könnte Sie auch interessieren
Gratis-ReportDie KI-Aktien hinter den großen NamenReport gratis anfordern →
Deutsche BankDeutsche Bank glänzt mit Rekordzahlen: Warum die Aktie noch nicht am Hoch stehtWeiterlesen →
Siemens Energy · Nordex · NelNordex vor Siemens Energy und Nel: Der Termin macht den Windtitel zum klaren TaktgeberWeiterlesen →
SAP · TeamViewer · NemetschekNemetschek hängt SAP und TeamViewer ab: JPMorgan sieht Luft nach obenWeiterlesen → 



