Daimler Truck vor den Zahlen: Rückkauf stützt, der Markt bleibt skeptisch
In zwei Tagen legt Daimler Truck den Quartalsfinanzbericht vor. Der Lkw-Bauer hat parallel weiter eigene Aktien eingesammelt, doch an der Börse bleibt die Reaktion bisher verhalten.

Symbolbild. Kurs: Frankfurt, Stand 04.11., 09:18 Uhr
- Am 6. November kommen Quartalszahlen, Telefonkonferenz und Analystenveranstaltung – der Markt schaut jetzt auf den Ausblick.
- Zuletzt kaufte Daimler Truck im Rückkaufprogramm weitere 810.954 Aktien ein, das stützt das Vertrauen in die eigene Aktie.
- Trotz mehrerer positiver Analystenurteile steht der Kurs unter Druck und notiert unter der 50- und 200-Tage-Linie.
Rückkauf vor Zahlen Daimler Truck hat zwischen dem 26. und 30. Oktober im Rahmen seines Aktienrückkaufprogramms weitere 810.954 eigene Aktien erworben, wie das Unternehmen am 2. November mitteilte (EQS Group). Insgesamt summiert sich das Volumen des laufenden Rückkaufs damit bis zum 30. Oktober auf 12.471.021 Aktien.
Für die Aktie ist das ein Signal, dass der Konzern den eigenen Wert aktiv stützen will. Gleichzeitig steht der eigentliche Test erst noch bevor: Am 6. November veröffentlicht Daimler Truck den Quartalsfinanzbericht zum dritten Quartal, dazu folgen Telefonkonferenz und Analystenveranstaltung.
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Der Blick richtet sich jetzt auf den Ausblick
Der Rückkauf hilft zwar psychologisch, ersetzt aber keine starken Zahlen. Entscheidend wird, ob Daimler Truck im operativen Geschäft genug Gegenwind aus dem Markt auffangen kann und wie der Vorstand den weiteren Jahresverlauf beschreibt. Genau diese Signale dürften den Ton für die Aktie nach den Zahlen setzen.
Auch der Nachrichtenfluss davor ist gemischt. Eine Umfrage unter Flottenentscheidern, über die ecomento.de am 3. November berichtete, sieht E-Lkw teils wirtschaftlicher als Diesel-Trucks. Gleichzeitig melden andere Beiträge Streit, Kostendruck und Debatten um CO2-Vorgaben. Das zeigt: Die Branche bleibt im Umbau, und Daimler Truck muss liefern, wenn die Börse mehr Zutrauen bekommen soll.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 12.10. | Deutsche Bank | Buy | 54,00 € | +36 % |
| 08.10. | RBC | Outperform | 63,00 € | +59 % |
| 06.10. | UBS | Neutral | 44,00 € | +11 % |
| 29.09. | Bernstein | Underperform | 39,00 € | −2 % |
| 28.09. | JPMorgan | Overweight | 50,00 € | +26 % |
| 14.09. | Jefferies | Buy | 54,00 € | +36 % |
| 10.08. | DZ Bank | Kaufen | – |
Bei den Analysten überwiegt weiter die Zuversicht: Fünf von sieben Häusern liegen auf der positiven Seite, die Kursziele reichen von 39,00 bis 63,00 Euro. Am oberen Ende steht RBC mit 63,00 Euro, Deutsche Bank Research hält an 54,00 Euro fest, während Bernstein Research mit 39,00 Euro am vorsichtigsten bleibt. UBS liegt mit 44,00 Euro und Neutral im Mittelfeld.
Was der Chart sagt
Die Aktie notiert mit 39,67 Euro unter der 50-Tage-Linie bei 42,57 Euro und auch unter der 200-Tage-Linie bei 42,73 Euro. Der Kurs hat damit den Abstand zu den gleitenden Durchschnitten noch nicht aufgeholt. Wichtig ist jetzt die Zone um 39,87 Euro, das 20-Tage-Tief liegt nur wenig über dem aktuellen Kurs. Auf der Oberseite wartet bei 41,79 Euro das 20-Tage-Hoch, darüber käme die 50-Tage-Linie wieder in Reichweite.
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Zwei Szenarien
Rückkauf hilft
Gelingt nach den Zahlen der Sprung über 41,79 Euro, bekommt die Aktie wieder mehr Luft. Dann rückt auch die 50-Tage-Linie bei 42,57 Euro in Reichweite.
Support bricht
Fällt Daimler Truck unter 39,87 Euro, wird der Bereich um 38,48 Euro schnell wichtig. Darunter droht ein Test der Unterstützung bei 33,47 Euro.
Unsere Entscheidung vor den Zahlen
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Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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