SAP: Goldman Sachs bei 258 Euro – warum die Aktie trotzdem pausiert
SAP hat nach den starken Quartalszahlen erst einmal Tempo herausgenommen. Am Montag drückte der schwache Softwaresektor auf den Kurs – obwohl die Analysten zuletzt überwiegend freundlich blieben.

Symbolbild. Kurs: Frankfurt, Stand 03.11., 21:55 Uhr
- Teamviewer hat mit einer gekappten Prognose den ganzen Softwaresektor belastet, auch SAP geriet am Montag unter Druck (dpa-AFX).
- Zugleich liegen die frischen Kursziele nach den Quartalszahlen weit über dem aktuellen Niveau – von 175 bis 258 Euro.
- Der Abstand zur nächsten Widerstandszone ist inzwischen klein, deshalb wird die Aktie charttechnisch empfindlicher.
Software-Sektor bremst SAP wurde am Montag von der Schwäche im Softwaresektor mitgerissen. Auslöser war der deutliche Einbruch bei Teamviewer nach einer gekappten Umsatzprognose; laut dpa-AFX belastete das auch SAP und Nemetschek, SAP gehörte im Dax zu den Schwächeren.
Unsere Entscheidung zu SAP
Was wir mit SAP jetzt tun – mit konkreten Marken, Einstieg, Stopp und Ziel.
Der komplette Artikel wird dabei mit freigeschaltet.
Für die Aktie ist das vor allem deshalb relevant, weil sie nach der Rally der vergangenen Monate bereits weit gelaufen ist. Der jüngste Rücksetzer verändert die größere Story aber nicht: Die Analysten haben nach den Quartalszahlen überwiegend nach oben nachgezogen, während einzelne skeptisch bleiben.
Gratis-ReportDie KI-Aktien hinter den großen Namen3 Aktien mit Kaufzone, Stopp und KurszielKostenlos als PDFSofort per E-MailReport gratis anfordern →👆
Gute Zahlen reichen nicht für einen geraden Weg
SAP bleibt ein Schwergewicht im Softwaremarkt, und genau das macht die Aktie anfällig für Branchenbewegungen. Wenn ein Wettbewerber wie Teamviewer mit einer schwächeren Prognose überrascht, wird nicht nur dessen Geschäftsmodell neu bepreist, sondern oft auch der Rest des Sektors mit nach unten gezogen.
Gleichzeitig stützt SAP weiter die Erwartung, dass das Cloud-Geschäft robust läuft. Das zeigen die vielen positiven Analystenstimmen nach den Zahlen vom 22. Oktober: Goldman Sachs hob das Kursziel auf 258 Euro an und blieb bei 'Buy', Barclays liegt bei 250 Euro, Deutsche Bank Research bei 235 Euro und Berenberg bei 240 Euro. Am anderen Ende stehen JPMorgan mit 175 Euro und UBS mit 201 Euro; die Spanne bleibt damit groß.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 23.10. | Goldman Sachs | Buy | 258,00 € | +24 % |
| 22.10. | DZ Bank | Verkaufen | – | |
| 22.10. | UBS | Neutral | 201,00 € | −3 % |
| 22.10. | Barclays | Overweight | 250,00 € | +21 % |
| 22.10. | Deutsche Bank | Buy | 235,00 € | +13 % |
| 22.10. | Berenberg | Buy | 240,00 € | +16 % |
| 22.10. | JPMorgan | Neutral | 175,00 € | −16 % |
| 22.10. | Jefferies | Buy | 220,00 € | +6 % |
Sechs von acht Analysten sind positiv, und die Kursziele reichen von 175,00 bis 258,00 Euro. Auffällig ist, dass Goldman Sachs mit 258 Euro am weitesten nach oben schaut, während JPMorgan mit 175 Euro deutlich vorsichtiger bleibt. Nach den Zahlen haben mehrere Häuser ihre Ziele angehoben, was den Rückenwind für SAP bestätigt.
Was der Chart sagt
Zuletzt lag SAP bei 207,33 Euro und damit knapp unter dem 20-Tage-Hoch von 216,53 Euro. Über der 50-Tage-Linie bei 191,57 Euro und der 200-Tage-Linie bei 165,26 Euro bleibt der übergeordnete Trend intakt. Der Rücksetzer nach dem jüngsten Plus ist noch kein Bruch, aber die Nähe zur nächsten Hürde macht neue Käufe unattraktiver. Erst an der Unterstützung rund um 191,57 Euro wird es charttechnisch wieder spannender.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung oben im Artikel.
Zwei Szenarien
Hält die 191,57?
Bleibt SAP über der 50-Tage-Linie bei 191,57 Euro, kann die Aktie die Konsolidierung sauber verdauen. Dann rückt das 52-Wochen-Hoch bei 230,20 Euro wieder in Reichweite.
Bruch der Stütze
Fällt SAP klar unter 191,57 Euro, kippt das kurzfristige Bild. Dann dürfte der Markt den jüngsten Anstieg stärker hinterfragen, bevor sich ein neuer Anlauf bildet.
Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
Das könnte Sie auch interessieren
Gratis-ReportDie KI-Aktien hinter den großen NamenReport gratis anfordern →
Siemens Energy · Nordex · NelNordex vor Siemens Energy und Nel: Der Termin macht den Windtitel zum klaren TaktgeberWeiterlesen →
SAP · TeamViewer · NemetschekNemetschek hängt SAP und TeamViewer ab: JPMorgan sieht Luft nach obenWeiterlesen →
Deutsche BankDeutsche Bank glänzt mit Rekordzahlen: Warum die Aktie noch nicht am Hoch stehtWeiterlesen → 



