easyJet hängt Air France-KLM und Ryanair ab: Starlink und Rückenwind am Markt, während Ryanair mit Analystenlob und Air France-KLM mit neuem Kursziel kämpft
32,3 Prozent seit Jahresbeginn trennen die drei Airlines an der Börse: easyJet liegt vorn, Air France-KLM folgt mit Abstand, Ryanair bleibt zurück. Während bei easyJet die Flottenpläne greifen, stützen bei Ryanair und Air France-KLM vor allem frische Analystenurteile das Bild (dpa-AFX).

Symbolbild
- Ryanair bekommt von UBS ein Buy mit 30,00 EUR; zusammen mit den frischen Urteilen von Deutsche Bank Research und Goldman Sachs bleibt der Blick auf den Titel freundlich, auch wenn die Aktie seit Jahresbeginn zurückliegt.
- easyJet steht an der Spitze, und die Flottenrüstung mit Starlink setzt ein klares Signal für die nächsten Jahre; am Markt kommt dieser Vorsprung bislang erst allmählich an.
- Air France-KLM erhält von JPMorgan ein Overweight mit 14,50 EUR, doch die Aktie sucht weiter Halt unter den wichtigen Linien und bleibt damit das Schlusslicht des Vergleichs.
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24 % Rückstand 24 % unter dem 52-Wochen-Hoch notiert Ryanair nach den jüngsten Nachrichten und dem frischen Underperform-Urteil von Oddo BHF (dpa-AFX Analyser). Das Haus senkte das Kursziel von 27 auf 25 Euro und verwies auf die bei den Iren vergleichsweise unvorteilhaften Absicherungen der Treibstoffkosten für das Geschäftsjahr 2028.
Bei easyJet läuft die Gegengeschichte: Die Airline rüstet ihre Flotte bis 2028 mit Starlink-Internet aus und baut das Streckennetz aus. Air France-KLM setzt ebenfalls auf neue Verbindungen und Winteranpassungen, doch die Aktie hängt charttechnisch weiter unter 50- und 200-Tage-Linie.
Die drei im Vergleich
| Aktie | Kurs | Heute | Seit Jan. | zum Hoch | Analysten* |
|---|---|---|---|---|---|
| Ryanair | 23,90 € | −0,8 % | −19,5 % | −21 % | 6/8 · +18 % |
| easyJet | 680 GBX | +0,0 % | +32,3 % | −1 % | 1/6 · −99 % |
| Air France-KLM | 10,86 € | −0,2 % | −11,6 % | −25 % | 1/6 · +15 % |
* Kaufempfehlungen von allen aktuellen Einstufungen · Potenzial zum mittleren Kursziel (dpa-AFX Analyser)
Seit Jahresbeginn liegt easyJet vorn (+32,3 %), Ryanair bildet das Schlusslicht (−19,5 %).
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Ryanair: Druck von Analysten und Kerosinseite
Die Nachricht ist klar: Oddo BHF hat das Kursziel auf 25 Euro gesenkt und die Aktie auf Underperform abgestuft, weil die Absicherungen der Treibstoffkosten im Vergleich weniger günstig wirken (dpa-AFX Analyser). Dazu kommen neue Streckenmeldungen wie Zadar ab Friedrichshafen für Sommer 2027 und weitere Gebührenthemen rund ums Gepäck, doch eine einzelne Nachricht erklärt die Kursbewegung nicht.
Ryanair steht bei 23,90 € und damit über der 50-Tage-Linie bei 23,04 €, seit Jahresbeginn ein Minus von 19,5 %. Zum 52-Wochen-Hoch fehlen 21 %.
easyJet: Starlink bringt Fantasie in die Kabine
easyJet stellt die Weiche auf Satelliteninternet: Die Flotte soll bis 2028 mit Starlink ausgerüstet werden, zudem kommen neue Strecken nach Nürnberg, Hamburg, Berlin, Prag und Sevilla dazu (airliners.de, Aviation.Direct). Damit greift die Airline ein Thema auf, das an Bord direkt sichtbar ist, auch wenn die Wirtschaftlichkeit zuvor infrage stand (wallstreetONLINE, 02.11.).
easyJet steht bei 680 GBX und damit über der 50-Tage-Linie bei 675 GBX, seit Jahresbeginn ein Plus von 32,3 %. Zum 52-Wochen-Hoch fehlen 1 %.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung oben im Artikel.
Air France-KLM: Neue Routen, aber der Chart bleibt matt
Air France-KLM taucht in den Nachrichten mit Winterflügen, neuen Zielen und KLM-Themen auf: Emirates nutzt KLM-Slots in Dubai für Flüge nach Helsinki, KLM startet mit dem Airbus A350 nach Toronto, und Air France sowie KLM erweitern den Winterflugplan um neue Ziele (reisetopia, airliners.de). Das ist operative Bewegung, aber kein einzelner Impuls, der den Kurs allein erklärt.
Air France-KLM steht bei 10,86 € und damit unter der 50-Tage-Linie bei 11,17 €, seit Jahresbeginn ein Minus von 11,6 %. Zum 52-Wochen-Hoch fehlen 25 %.
Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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