Bayer steigt vor den Zahlen: Warum der Glyphosat-Sieg mehr zählt als alles andere
Bayer geht mit Rückenwind in die Quartalsmitteilung am 3. November. Die Aktie schloss zuletzt bei 49,92 Euro und hat am Freitag 4,4 % zugelegt, nachdem der Konzern in den USA erneut einen Glyphosat-Prozess gewann.

Symbolbild. Kurs: Frankfurt, Stand 30.10., 21:11 Uhr
- Die Aktie liegt zuletzt wieder über der 50-Tage-Linie bei 47,19 Euro und nur knapp unter dem 20-Tage-Hoch von 50,42 Euro.
- Am 3. November stehen die Zahlen zum dritten Quartal an.
- Der Markt schaut jetzt vor allem darauf, ob der Rechtsstreit weiter nachlässt und die operative Linie hält.
Rückenwind vor den Zahlen Bayer hat zum Wochenschluss von einem weiteren Gerichtserfolg im Glyphosat-Streit profitiert. Der Konzern gewann in den USA einen weiteren wichtigen Prozess; die Aktie legte am Freitag 4,4 % zu und notierte zuletzt bei 49,92 Euro (dpa-AFX, 30.10.; sharedeals.de, 31.10.).
Der Markt reagiert damit auf etwas, das bei Bayer seit Jahren über allem steht: die Unsicherheit rund um Glyphosat. Dass ausgerechnet vor der Quartalsmitteilung am 3. November wieder ein positiver Gerichtston dominiert, verleiht der Aktie neuen Schwung.
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Der Rechtsstreit bleibt der Kurstreiber
Bayer ist ein großer Pharma- und Agrarkonzern, doch an der Börse wird die Aktie seit Längerem stark über den Streit um Glyphosat mitgeprägt. Jeder neue Gerichtsentscheid verändert die Wahrnehmung, wie teuer und langwierig die Altlast noch werden kann.
Genau deshalb zählt der jüngste Sieg mehr als ein normaler Newsflow. Vor den Zahlen wollen Anleger sehen, ob sich der operative Geschäftsgang stabilisiert und ob der Konzern den Rückenwind aus dem Gerichtssaal in einen ruhigeren Aktienkurs übersetzen kann.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 30.10. | JPMorgan | Overweight | 61,00 € | +22 % |
| 30.10. | Jefferies | Hold | 46,00 € | −8 % |
| 15.10. | UBS | Buy | 62,00 € | +24 % |
| 29.09. | Deutsche Bank | Buy | 60,00 € | +20 % |
| 08.09. | Barclays | Overweight | 70,00 € | +40 % |
| 05.08. | Goldman Sachs | Buy | 63,50 € | +27 % |
| 04.08. | DZ Bank | Kaufen | – |
Bei den Analysten überwiegt weiter klar das Positive: 6 von 7 Häusern sind auf der Kaufseite oder darüber. Die Kursziele reichen von 46,00 bis 70,00 Euro, der Mittelwert liegt bei 60,42 Euro und damit rund 21 % über dem zuletzt genannten Kurs. Am 30.10. bestätigten JPMorgan mit 61,00 Euro auf „Overweight“ und Jefferies mit 46,00 Euro auf „Hold“ ihre Sicht; UBS liegt bei 62,00 Euro auf „Buy“.
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Charttechnisch bleibt das Bild freundlich. Bayer notiert zuletzt über der 50-Tage-Linie bei 47,19 Euro und auch über der 200-Tage-Linie bei 43,54 Euro. Das 20-Tage-Hoch liegt bei 50,42 Euro, das 20-Tage-Tief bei 42,30 Euro. Zum 52-Wochen-Hoch bei 53,99 Euro fehlen noch rund 8 %.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung direkt unter dem Artikel.
Zwei Szenarien
Über 50 Euro
Hält sich die Aktie über 50 Euro und drückt sie sich über das 20-Tage-Hoch bei 50,42 Euro, bleibt das Chartbild konstruktiv. Dann rückt das 52-Wochen-Hoch bei 53,99 Euro als nächstes Ziel in den Fokus.
Zurück zur Linie
Fällt Bayer unter 47,19 Euro, wird die 50-Tage-Linie schnell zur Nagelprobe. Darunter käme wieder das 20-Tage-Tief bei 42,30 Euro ins Blickfeld.
Unsere Entscheidung vor den Zahlen
Was wir mit Bayer jetzt tun – mit konkreten Marken, Stopp und Ziel.
Quellen: JPMorgan, Jefferies, UBS, Deutsche Bank, Barclays, Goldman Sachs, DZ Bank laut dpa-AFX Analyser (FinanzNachrichten.de); sharedeals.de (31.10.), NTG24.de (30.10.), wallstreetONLINE (30.10.); Unternehmenstermine laut FinanzNachrichten.de; Kursdaten EODHD (Frankfurt), Stand 30.10., 21:11 Uhr. Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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