Hornbach Holding: Kartellamt erlaubt Hellweg-Deal – wie viel bringt das?
Hornbach darf sechs beantragte Hellweg-Märkte übernehmen. Die Aktie schloss zuletzt bei 90,80 Euro und liegt damit nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 91,40 Euro.

Symbolbild. Kurs: Xetra, Stand 30.10., 17:35 Uhr
- Das Bundeskartellamt hat der Übernahme der sechs Hellweg-Standorte zugestimmt.
- Die Aktie notierte zuletzt 1,0 Prozent fester und bleibt über allen wichtigen Trendlinien.
- Analysten sehen nur begrenztes Potenzial: Die Kursziele liegen zwischen 92 und 96 Euro.
Hellweg-Deal genehmigt. Das Bundeskartellamt hat Hornbach die Übernahme von sechs beantragten Hellweg-Märkten erlaubt, wie die Behörde am 31.10. mitteilte (Bundeskartellamt). In weiteren Meldungen wurde die Transaktion als Übernahme der sechs Standorte der insolventen Hellweg-Gruppe beschrieben. Die Aktie reagierte zuletzt mit einem Plus von 1,0 Prozent auf 90,80 Euro.
Für den Markt ist das mehr als nur eine Formalie: Hornbach bekommt zusätzliche Standorte in einem Umfeld, in dem der Konzern auf bessere Nachfrage bei größeren Renovierungsprojekten hofft. Gleichzeitig ist der Kurs bereits nah am 20-Tage-Hoch, sodass schnelle Fantasie und schon viel Vorschuss im Chart stecken.
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Der Markt schaut auf mehr als nur neue Standorte
Hornbach verdient sein Geld im Baumarktgeschäft und in der Baustoff-Union. Zusätzliche Standorte können die regionale Präsenz stärken, doch der eigentliche Kurstreiber bleibt laut DZ Bank eine nachhaltige Belebung der Nachfrage bei größeren Renovierungsprojekten, die noch ausstehe (dpa-AFX Analyser).
Genau dort liegt der Haken: Solange der private Renovierungsmarkt nicht deutlich anzieht, bleibt der Effekt eines Deals auf den Aktienkurs begrenzt. Die Aktie hat seit Jahresbeginn zwar 10,6 Prozent zugelegt, doch der Abstand zum Hoch ist klein und der Spielraum nach oben wirkt kurzfristig enger als die Fantasie suggeriert.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 02.10. | DZ Bank | Halten | – | |
| 02.10. | Berenberg | Hold | 96,00 € | +6 % |
| 09.09. | Baader Bank | Add | 92,00 € | +1 % |
Die Analysten bleiben vorsichtig bis freundlich: DZ Bank und Berenberg liegen mit Halten beziehungsweise Hold auf der Bremse, Baader ist mit Add etwas optimistischer. Die Kursziele reichen von 92,00 bis 96,00 Euro, im Mittel liegen sie bei 94,00 Euro und damit nur leicht über dem zuletzt gesehenen Kurs.
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Die Aktie schloss zuletzt bei 90,80 Euro und damit knapp unter dem 20-Tage-Hoch von 91,40 Euro. Zugleich liegt sie über der 50-Tage-Linie bei 84,51 Euro und über der 200-Tage-Linie bei 81,77 Euro. Das 20-Tage-Tief liegt bei 81,60 Euro, der Kurs notiert also spürbar darüber. Mit einer durchschnittlichen Tagesbewegung von 1,2 Prozent ist der Titel nicht ruhig, aber auch kein Ausreißer.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung direkt unter dem Artikel.
Zwei Szenarien
Mehr Fläche, mehr Fantasie
Hält die Aktie das 20-Tage-Hoch von 91,40 Euro, rückt das Kursziel bei 101,70 Euro wieder stärker in den Blick. Dann könnten die neuen Standorte und die Nähe zum Hoch den Trend stützen.
Deal ohne Kursschub
Fällt der Kurs wieder unter 84,51 Euro, verliert die Aktie den Halt an der 50-Tage-Linie. Dann würde der Markt den Hellweg-Deal eher als Randthema behandeln.
Unsere Entscheidung zu Hornbach Holding
Was wir mit Hornbach Holding jetzt tun – mit konkreten Marken.
Quellen: DZ Bank, Berenberg, Baader Bank laut dpa-AFX Analyser (FinanzNachrichten.de); (31.10.), dpa-AFX-Analyser (31.10.); Unternehmenstermine laut FinanzNachrichten.de; Kursdaten EODHD (Xetra), Stand 30.10., 17:35 Uhr. Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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