Deutsche Telekom: Großauftrag für digitalen Euro – wie viel bringt er?
Die EZB vergibt einen Zehnjahresvertrag an ein Konsortium aus Nexi und der Deutsche Telekom. Für die Aktie kommt das kurz vor den Q3-Zahlen am 5. November und stützt den Kurs nach dem Plus von 2,0 % auf 26,12 Euro.

Symbolbild. Kurs: Xetra, Stand 30.10., 16:45 Uhr
- Die Telekom soll mit Nexi die Konnektivitätsdienste für den digitalen Euro aufbauen und betreiben (dpa-AFX).
- Der Vertrag läuft zehn Jahre und ist nur ein Baustein der größeren EZB-Ausschreibung.
- Chartseitig bleibt die Aktie unter 50-Tage- und 200-Tage-Linie, hat aber heute Terrain gutgemacht.
Zehn Jahre für den Digital-Euro. Die Europäische Zentralbank hat ein Konsortium aus Nexi und Deutsche Telekom mit zentralen Konnektivitätsdiensten für den digitalen Euro beauftragt. Das teilte dpa-AFX am Freitag mit. Die Bietergemeinschaft erhält einen Zehnjahresvertrag; als zweiter unabhängiger Netzwerkdienstleister wurde Telefónica ausgewählt.
Für die Aktie ist das eine Nachricht mit Symbolkraft, aber kein unmittelbarer Gewinnsprung. Die Telekom baut mit dem Auftrag ein hochskalierbares und ausfallsicheres Netzwerk für die künftige Plattform der EZB auf. Der Markt schaut nun trotzdem vor allem auf den 5. November, wenn der Quartalsfinanzbericht kommt.
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Der Markt will nun harte Zahlen sehen
Die Deutsche Telekom lebt an der Börse von zwei Geschichten: stabilem Netzgeschäft und der Entwicklung der US-Tochter T-Mobile US. Der EZB-Auftrag passt zur Infrastruktur-Schiene und zeigt, dass der Konzern bei kritischen Netzdiensten gefragt bleibt.
Für die Aktie zählt aber am Ende, ob die operative Entwicklung zum Kurs passt. Mit 26,12 Euro liegt das Papier noch klar unter der 50-Tage-Linie bei 27,05 Euro und der 200-Tage-Linie bei 28,49 Euro. Der neue Auftrag hilft dem Sentiment, ersetzt aber keine starken Quartalszahlen.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 29.10. | JPMorgan | Overweight | 38,00 € | +45 % |
| 20.10. | Barclays | Overweight | 32,00 € | +23 % |
| 19.10. | Deutsche Bank | Buy | 40,00 € | +53 % |
| 19.10. | Bernstein | Neutral | 28,10 € | +8 % |
| 07.10. | UBS | Buy | 35,10 € | +34 % |
| 05.10. | Goldman Sachs | Buy | 38,00 € | +45 % |
| 01.10. | Berenberg | Buy | 35,20 € | +35 % |
| 28.07. | DZ Bank | Kaufen | – |
Bei den Analysten überwiegt klar das Positive: 7 von 8 Häusern sind laut Liste bullish, die Kursziele reichen von 28,10 bis 40,00 Euro. Zuletzt bestätigte JPMorgan am 29. Oktober ein Kursziel von 38,00 Euro und die Einstufung Overweight. Am skeptischsten bleibt Bernstein Research mit 28,10 Euro und Neutral.
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Die Aktie notiert bei 26,12 Euro und damit heute 2,0 % höher. Der Kurs liegt über dem 20-Tage-Tief von 24,53 Euro, aber weiter unter dem 20-Tage-Hoch von 27,15 Euro. Auch die 50-Tage-Linie bei 27,05 Euro und die 200-Tage-Linie bei 28,49 Euro sind noch nicht zurückerobert. Aus technischer Sicht bleibt der Bereich um 27 Euro die erste Hürde.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung direkt unter dem Artikel.
Zwei Szenarien
Rückkehr über 27 Euro
Gelingt der Ausbruch über 27,05 Euro, rückt die 200-Tage-Linie bei 28,49 Euro wieder in den Fokus. Der Digital-Euro-Auftrag liefert dann zusätzlichen Rückenwind für die Stimmung.
Zurück an die Unterstützung
Fällt die Aktie wieder unter 24,53 Euro, wäre der jüngste Impuls schnell verpufft. Dann müsste der Markt auf den Quartalsbericht am 5. November warten, um neuen Halt zu finden.
Unsere Entscheidung vor den Zahlen
Was wir mit der Deutsche Telekom jetzt tun – mit klaren Marken und einem konkreten Plan.
Quellen: JPMorgan, Barclays, Deutsche Bank, Bernstein, UBS, Goldman Sachs, Berenberg, DZ Bank laut dpa-AFX Analyser (FinanzNachrichten.de); dpa-AFX (30.10.); Unternehmenstermine laut FinanzNachrichten.de; Kursdaten EODHD (Xetra), Stand 30.10., 16:45 Uhr. Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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