Deutsche Bank: Rekordgewinn und neue Ziele im Januar stützen die Aktie
Die Deutsche Bank hat im dritten Quartal mehr verdient als erwartet und ihre Ertragsziele für 2026 angehoben. Die Aktie reagierte am Donnerstag mit einem Plus von rund 4 Prozent, gibt am Freitag aber wieder einen Teil davon ab.

Symbolbild. Kurs: Frankfurt, Stand 30.10., 15:35 Uhr
- Die Bank meldete für das dritte Quartal 2,6 Milliarden Euro Vorsteuergewinn und übertraf damit die Erwartungen, wie PLATOW Börse berichtete.
- Die Erträge kletterten auf 8,3 Milliarden Euro, das Ergebnis je Aktie lag bei 0,94 Euro.
- Spannend ist nun vor allem der Januar: Dann will das Management neue Ziele vorlegen.
Starkes Quartal, neuer Ausblick Die Deutsche Bank hat mit den Zahlen für das dritte Quartal geliefert. Laut PLATOW Börse lag der Vorsteuergewinn bei 2,6 Milliarden Euro und damit über den erwarteten 2,4 Milliarden Euro. Die Erträge stiegen auf 8,3 Milliarden Euro, das Ergebnis je Aktie auf 0,94 Euro.
Die Kosten blieben mit 5,2 Milliarden Euro stabil, dadurch sank die Aufwand-Ertrags-Quote auf 62,4 Prozent. Für den Markt ist aber nicht nur das Quartal wichtig: Das Management will zu Jahresbeginn neue Ziele vorlegen. Genau an diesem Punkt wird die Bewertung der Aktie hängen.
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Der Januar wird zum Bewertungsdatum
Die Bank arbeitet weiter daran, ihre Rendite und Effizienz zu verbessern. Nach neun Monaten liegt die Rendite auf das materielle Eigenkapital bei 11,5 Prozent, das Mittelfristziel von unter 60 Prozent bei der Aufwand-Ertrags-Quote bleibt in Reichweite. Zudem will die Bank ihr ursprüngliches Ertragsziel von rund 33 Milliarden Euro für 2026 nun übertreffen.
Am Markt zählt bei der Deutschen Bank jetzt weniger die Rückschau als der nächste Schritt. Das starke Quartal hilft zwar, doch für die Aktie ist entscheidend, ob das Management im Januar einen glaubwürdigen Pfad für Wachstum, Rendite und Kosten nachlegt. Ohne diesen Ausblick bleibt die jüngste Erholung anfällig.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 28.10. | DZ Bank | Kaufen | – | |
| 28.10. | UBS | Buy | 37,00 € | +21 % |
| 28.10. | RBC | Outperform | 36,00 € | +18 % |
| 28.10. | JPMorgan | Overweight | 41,00 € | +34 % |
| 27.10. | Jefferies | Hold | 33,00 € | +8 % |
| 07.10. | MPCM | Buy | 41,50 € | +36 % |
| 07.09. | Warburg Research | Buy | 41,50 € | +36 % |
| 02.09. | Goldman Sachs | Buy | 43,75 € | +43 % |
Die Analysten bleiben klar überwiegend freundlich: 7 von 8 Häusern raten aktuell zum Kauf oder einer vergleichbaren positiven Haltung. Die Kursziele reichen von 33,00 bis 43,75 Euro, der Mittelwert liegt bei 39,11 Euro und damit deutlich über dem Kurs. Zuletzt bekräftigten unter anderem DZ Bank, UBS, RBC und JPMorgan ihre positiven Urteile nach den Zahlen.
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Die Aktie notiert bei 30,55 Euro und damit knapp unter der 50-Tage-Linie bei 31,99 Euro. Über der 200-Tage-Linie bei 30,01 Euro bleibt der größere Trend noch intakt, der Abstand zum 20-Tage-Hoch bei 31,87 Euro ist aber klein. Das 20-Tage-Tief liegt bei 27,32 Euro, das 52-Wochen-Hoch bei 35,79 Euro. Die durchschnittliche Tagesbewegung der letzten 60 Tage liegt bei 1,4 Prozent.
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Zwei Szenarien
Über 31,99 Euro
Gelingt der Sprung über die 50-Tage-Linie bei 31,99 Euro, wäre der jüngste Rücksetzer schnell abgehakt. Dann rückt das 20-Tage-Hoch bei 31,87 Euro erneut in den Fokus, bevor der Markt den Januar-Ausblick spielt.
Zurück unter 30,01 Euro
Fällt die Aktie unter die 200-Tage-Linie bei 30,01 Euro, wird die Erholung sofort brüchiger. Dann droht ein Test der Zone um 27,32 Euro, wo das 20-Tage-Tief liegt.
Unsere Entscheidung nach den Quartalszahlen
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Quellen: DZ Bank, UBS, RBC, JPMorgan, Jefferies, MPCM, Warburg Research, Goldman Sachs laut dpa-AFX Analyser (FinanzNachrichten.de); sharedeals.de (30.10.), zukunftsbilanzen.de (30.10.), PLATOW Börse (29.10.); Kursdaten EODHD (Frankfurt), Stand 30.10., 15:35 Uhr. Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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