Amazon nach Quartalszahlen: Diese Marke entscheidet jetzt
Amazon meldet im dritten Quartal für AWS ein Umsatzplus von 39 Prozent auf 46 Milliarden US-Dollar. Trotzdem geriet die Aktie zuletzt unter Druck, weil die hohen Ausgaben für KI-Rechenzentren den Blick auf die starke Cloud-Entwicklung verstellten.

Symbolbild. Kurs: NYSE/Nasdaq, Stand 29.10., 21:29 Uhr
- AWS wächst weiter rasant und setzte im Quartal 46 Milliarden US-Dollar um.
- Die Aktie fiel zuletzt auf 243,79 US-Dollar und gab am letzten Handelstag 4,2 Prozent nach.
- Entscheidend ist nun, ob die Zone um 241,24 US-Dollar hält oder die 50-Tage-Linie zurückerobert wird.
Starke Cloud, teure KI. Amazon profitierte im dritten Quartal weiterhin massiv vom Cloud-Geschäft. AWS steigerte den Umsatz nach Angaben von dpa-AFX um 39 Prozent auf 46 Milliarden US-Dollar, das operative Ergebnis lag bei 17,8 Milliarden Dollar und damit 55 Prozent über Vorjahr (dpa-AFX, 30.10.).
Dennoch fiel die Aktie. Der Markt reagierte empfindlich auf die milliardenschweren Investitionen in KI-Rechenzentren und auf den Ausblick für den Onlinehandel im wichtigen Weihnachtsgeschäft (dpa-AFX, 30.10.).
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Für die Aktie zählt jetzt die Balance aus Wachstum und Kapitalbedarf
Amazon bleibt mit AWS der zentrale Profiteur des anhaltenden Cloud-Booms. Genau dort sehen Analysten die Basis für weitere Wachstumsraten, zugleich macht die aktuelle Berichtssaison klar, wie stark der Markt auf die Kosten für den KI-Ausbau achtet.
Für den Kurs ist deshalb nicht nur die Qualität der Quartalszahlen wichtig, sondern auch die Frage, wie viel Geduld Investoren bei hohen Investitionen mitbringen. Nach dem Rücksetzer rückt die 20-Tage-Tiefzone in den Mittelpunkt, weil sie zeigt, ob der Markt die Zahlen noch als solide oder schon als zu teuer bewertet.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| heute | Goldman Sachs | Buy | 330,74 USD | +36 % |
| heute | Jefferies | Buy | 294,99 USD | +21 % |
| 29.10. | RBC | Outperform | 295,41 USD | +21 % |
| 26.10. | UBS | Buy | 311,27 USD | +28 % |
| 31.07. | DZ Bank | Kaufen | – | |
| 31.07. | JPMorgan | Overweight | 317,20 USD | +30 % |
Alle sechs genannten Häuser bleiben positiv: Goldman Sachs und Jefferies stufen Amazon auf Buy, RBC auf Outperform, UBS auf Buy, DZ Bank auf Kaufen und JPMorgan auf Overweight. Die Kursziele reichen von 294,99 bis 330,74 US-Dollar, im Mittel liegen sie bei 309,92 US-Dollar und damit rund 27 Prozent über dem letzten Kurs. Goldman senkte das Ziel heute zwar von 375 auf 370 US-Dollar, blieb aber klar positiv.
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Die Aktie notiert zuletzt bei 243,79 US-Dollar und damit knapp über der 200-Tage-Linie bei 243,38 US-Dollar. Unter Druck bleibt das Papier trotzdem, weil es unter der 50-Tage-Linie bei 254,67 US-Dollar liegt und das 20-Tage-Hoch bei 265,34 US-Dollar noch entfernt ist. Die nächste wichtige Unterstützung liegt bei 241,24 US-Dollar, also nur wenig unter dem aktuellen Kurs. Fällt diese Marke, wird der jüngste Rücksetzer schnell zum Test für die Zone um 236,42 US-Dollar.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung direkt unter dem Artikel.
Zwei Szenarien
Rückeroberung gelingt
Dreht die Aktie zurück über 245,01 US-Dollar, gewinnt der Bereich um 254,67 US-Dollar an Bedeutung. Ein Anlauf auf 265,34 US-Dollar wäre dann wieder realistisch.
Unterstützung bricht
Rutscht Amazon unter 241,24 US-Dollar, wird die Lage deutlich technischer. Dann rückt der Stopp bei 236,42 US-Dollar in den Vordergrund.
Unsere Entscheidung zu Amazon nach den Zahlen
Nach der Anmeldung sehen Sie, ob wir den Rücksetzer für den Einstieg nutzen oder das Signal erst abwarten.
Quellen: Goldman Sachs, Jefferies, RBC, UBS, DZ Bank, JPMorgan laut dpa-AFX Analyser (FinanzNachrichten.de); dpa-AFX (30.10.), LYNX Broker (30.10.); Kursdaten EODHD (NYSE/Nasdaq), Stand 29.10., 21:29 Uhr. Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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