Rheinmetall: Neuer Schakal-Auftrag – die Aktie bekommt wieder Fantasie
Rheinmetall hat mit dem Radschützenpanzer Schakal einen weiteren Auftrag eingesammelt. Für den Konzern geht es um ein Geschäft im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, die Aktie lag am Nachmittag bei 1.055 Euro und damit 4,2 Prozent im Plus.

Symbolbild. Kurs: Xetra, Stand 29.10., 16:45 Uhr
- OCCAR hat weitere 69 Schakal-Fahrzeuge für Deutschland und die Niederlande bestellt.
- Für Rheinmetall entfällt daran ein Auftragswert im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.
- Am 5. November legt der Konzern die Zahlen zum dritten Quartal vor.
Neuer Auftrag, neuer Takt. Rheinmetall hat am Mittwoch einen weiteren Auftrag für den Radschützenpanzer Schakal gemeldet. Laut Dow Jones News hat die europäische Rüstungsagentur OCCAR dem Gemeinschaftsunternehmen Artec von Rheinmetall und KNDS 35 Fahrzeuge für die Bundeswehr und 34 für die niederländischen Streitkräfte zugesprochen. Der Auftragswert für Rheinmetall liegt im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Auslieferung soll zwischen Mai 2032 und November 2033 laufen.
Der Markt nimmt die Nachricht an einem ohnehin nervösen Rüstungsmarkt dankbar auf. Die Aktie hatte 2026 lange mit dem Rückgang der Branchenfantasie zu kämpfen, heute springt sie wieder an. Dazu kommt der Blick auf den 5. November, wenn Rheinmetall die Zahlen zum dritten Quartal vorlegt. Dann zeigt sich, ob der operative Rückenwind die Erwartungslage wieder stabilisieren kann.
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Die Zahlen am 5. November werden wichtiger
Rheinmetall lebt von langen Auftragszyklen, großen Beschaffungsprogrammen und einer Pipeline, die oft erst Jahre später in Umsatz umschlägt. Genau deshalb zählt jeder neue Auftrag: Er stützt den Blick auf die kommenden Quartale und zeigt, dass die Nachfrage in Europa nicht abreißt. Für den Kurs ist das vor allem dann relevant, wenn der Markt an der Bewertung zweifelt.
Trotz des heutigen Aufschlags steht die Aktie im Jahresverlauf noch deutlich unter Druck. Der neue Schakal-Auftrag liefert Rückenwind, ersetzt aber keine sauberen Quartalszahlen. Entscheidend wird, ob Rheinmetall am 5. November die Erwartungen beim Wachstum und bei der Auftragsentwicklung erfüllt. Erst dann lässt sich beurteilen, ob der jüngste Anstieg mehr ist als ein kurzer Reflex auf die Nachricht.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| 27.10. | Deutsche Bank | Buy | 1.650 € | +56 % |
| 20.10. | UBS | Buy | 1.360 € | +29 % |
| 19.10. | Bernstein | Outperform | 1.200 € | +14 % |
| 09.10. | RBC | Outperform | 1.600 € | +52 % |
| 09.10. | Berenberg | Hold | 1.020 € | −3 % |
| 07.10. | Jefferies | Buy | – | |
| 10.09. | JPMorgan | Neutral | – | |
| 10.08. | Warburg Research | Buy | 1.500 € | +42 % |
Bei den Analysten bleibt das Bild gemischt, aber klar mehrheitlich freundlich: 6 von 8 Häusern liegen auf der positiven Seite. Die Kursziele reichen von 1.020 bis 1.650 Euro, im Schnitt liegen sie bei 1.388 Euro und damit rund 32 Prozent über dem Kurs. Zuletzt senkte Deutsche Bank Research am 27. Oktober das Kursziel von 1.800 auf 1.650 Euro, blieb aber bei Buy.
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Die Aktie notiert mit 1.055 Euro über der 50-Tage-Linie bei 1.027 Euro, aber weiter unter der 200-Tage-Linie bei 1.277 Euro. Das 20-Tage-Hoch liegt bei 1.097 Euro, das 20-Tage-Tief bei 909 Euro. Seit Jahresbeginn steht Rheinmetall trotz der heutigen Erholung noch 34,1 Prozent im Minus. Die durchschnittliche Tagesbewegung der letzten 60 Tage liegt bei 1,8 Prozent.
Einstieg, Stopp und Ziel stehen in unserer Entscheidung direkt unter dem Artikel.
Zwei Szenarien
Rückkehr über 1.097
Hält der Kurs den Bereich über 1.027 Euro und arbeitet sich über 1.097 Euro, bekommt die Erholung mehr Substanz. Dann rückt die 200-Tage-Linie bei 1.277 Euro als nächstes Ziel in den Blick.
Zurück unter 1.027
Fällt Rheinmetall wieder unter 1.027 Euro, verliert der heutige Impuls schnell an Kraft. Unter 1.006 Euro wäre auch der geplante Stopp im Spiel.
Unsere Entscheidung zum Schakal-Auftrag
Was wir mit Rheinmetall jetzt tun – mit konkreten Marken und dem Plan für den Zeitraum bis zu den Quartalszahlen.
Quellen: Deutsche Bank, UBS, Bernstein, RBC, Berenberg, Jefferies, JPMorgan, Warburg Research laut dpa-AFX Analyser (FinanzNachrichten.de); FinanzNachrichten.de (29.10.), börsennews.de (29.10.), Dow Jones News (29.10.); Unternehmenstermine laut FinanzNachrichten.de; Kursdaten EODHD (Xetra), Stand 29.10., 16:45 Uhr. Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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