KION Group bestätigt Quartalszahlen: Warum die Aktie trotz Analystenlob schwächelt
KION hat am Donnerstag seine Quartalszahlen vorgelegt und zugleich den Blick auf ein schwächeres Geschäft mit Staplern gelenkt. Der Auftragseingang im dritten Quartal sank um knapp ein Prozent auf rund 2,7 Milliarden Euro.

Symbolbild. Kurs: Frankfurt, Stand 29.10., 08:04 Uhr
- Der Auftragseingang im dritten Quartal fiel um knapp ein Prozent auf rund 2,7 Milliarden Euro.
- Drei Analysten bestätigen am Morgen ihre Einschätzung, sehen aber teils schwache Signale im Auftragseingang.
- Die Aktie notiert bei 33,13 Euro und damit nahe dem 20-Tage-Tief von 32,69 Euro.
Starke Worte, schwache Kurse. KION hat am Donnerstag die vollständigen Quartalszahlen nachgereicht und damit die vorläufige Botschaft bestätigt. Beim Auftragseingang blieb der Gabelstapler-Hersteller im dritten Quartal hinter dem Marktwachstum zurück, vor allem im höherpreisigen Segment, wie das Unternehmen mitteilte. (dpa-AFX)
Die Reaktion der Börse fällt entsprechend verhalten aus. Die Aktie lag zuletzt bei 33,13 Euro und bewegte sich damit weiter in der Nähe des 20-Tage-Tiefs von 32,69 Euro.
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Warum die Aufträge jetzt zählen
Für KION ist nicht nur wichtig, wie viele Maschinen verkauft werden, sondern auch, zu welchen Preisen. Genau hier macht sich der Mix bemerkbar: In Asien legten die Bestellungen zwar um ein Fünftel zu, dort werden aber tendenziell günstigere Maschinen gekauft. Das hilft dem Volumen, aber eben nicht automatisch dem Wert des Auftragseingangs.
Im Markt steht deshalb die Frage im Raum, wann die teureren Stapler von Linde und Still wieder stärker ziehen. Solange das ausbleibt, bleibt die Aktie anfällig für Enttäuschungen – zumal sie seit Jahresbeginn bereits 52,3 Prozent verloren hat.
Was die Analysten sagen
| Datum | Haus | Urteil | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|---|
| heute | Bernstein | Outperform | 48,00 € | +45 % |
| heute | Jefferies | Hold | 37,00 € | +12 % |
| heute | JPMorgan | Overweight | 60,00 € | +81 % |
| 16.10. | DZ Bank | Kaufen | – | |
| 15.10. | UBS | Buy | 51,00 € | +54 % |
| 15.10. | Deutsche Bank | Buy | 52,00 € | +57 % |
| 15.10. | MPCM | Buy | 54,00 € | +63 % |
| 31.07. | Berenberg | Hold | 47,00 € | +42 % |
Die Analystenseite bleibt heute freundlich bis neutral: Bernstein Research und JPMorgan liegen mit Outperform und Overweight klar positiv, Jefferies bleibt bei Hold. Die Kursziele reichen von 37,00 bis 60,00 Euro, der Mittelwert liegt bei 49,86 Euro und damit deutlich über dem Kurs.
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Charttechnisch bleibt das Bild angeschlagen. Die Aktie notiert mit 33,13 Euro unter der 50-Tage-Linie bei 39,04 Euro und auch unter der 200-Tage-Linie bei 45,11 Euro. Die nächste markante Unterstützung liegt bei 32,69 Euro, also am 20-Tage-Tief. Von dort ist der Kurs nur etwa 1 Prozent entfernt.
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Zwei Szenarien
Rücklauf zur 50-Tage-Linie
Gelingt der Aktie ein Anlauf in Richtung 39,04 Euro, wäre die 50-Tage-Linie der erste klare Prüfstein. Darüber würde sich das Bild spürbar entspannen, solange die Zahlen kein neues Warnsignal liefern.
Bruch der Unterstützung
Fällt KION unter 32,69 Euro, rückt der Bereich um 32,03 Euro aus dem Plan in den Fokus. Dann wäre die aktuelle Stabilisierung schnell dahin.
Unsere Entscheidung nach den Quartalszahlen
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Quellen: Bernstein, Jefferies, JPMorgan, DZ Bank, UBS, Deutsche Bank, MPCM, Berenberg laut dpa-AFX Analyser (FinanzNachrichten.de); dpa-AFX-Analyser (29.10.), dpa-AFX (29.10.); Unternehmenstermine laut FinanzNachrichten.de; Kursdaten EODHD (Frankfurt), Stand 29.10., 08:04 Uhr. Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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