CoStar: Gewinnsprung und Vexcel-Kauf – die Aktie bleibt unter Druck
CoStar hat im dritten Quartal 2026 überraschend in die Gewinnzone gedreht und den Umsatz auf 952 Millionen Dollar gesteigert. Trotzdem geriet die Aktie nach den Zahlen und dem 730-Millionen-Dollar-Kauf von Vexcel massiv unter Druck.

Symbolbild. Kurs: NYSE/Nasdaq, Stand 29.10., 13:18 Uhr
- Im dritten Quartal meldete CoStar einen Gewinn von 74 Millionen Dollar nach einem Verlust von 31 Millionen Dollar vor einem Jahr.
- Der Umsatz stieg auf 952 Millionen Dollar, doch nachbörslich rutschte die Aktie laut dpa-AFX um 9,89 Prozent ab.
- Parallel kündigte CoStar den Kauf von Vexcel für rund 730 Millionen Dollar in bar an.
Starke Zahlen, harter Kurssturz. CoStar Group hat am Dienstag Zahlen für das dritte Quartal 2026 vorgelegt und dabei einen Nettogewinn von 74 Millionen Dollar gemeldet. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen noch 31 Millionen Dollar Verlust ausgewiesen, wie AFX News berichtete (dpa-AFX). Der Umsatz kletterte auf 952 Millionen Dollar nach 834 Millionen Dollar. Trotzdem fiel die Aktie nachbörslich auf 28,85 Dollar und lag damit 9,89 Prozent im Minus.
Am selben Tag machte CoStar zudem einen Zukauf publik: Der Konzern übernimmt Vexcel Group für rund 730 Millionen Dollar in bar (Business Wire). Vexcel liefert hochauflösende Luftbilder und Daten für Immobilien, Versicherungen und Kartendienste. Für den Markt zählt aber vor allem, dass die Auftragseingänge laut Investorenberichten enttäuschten und die Aktie deshalb trotz des Gewinnsprungs abverkauft wurde.
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Warum der Markt trotzdem verkauft
CoStar verdient mit Online-Immobilienmarktplätzen, Daten und Analysen Geld. Genau dieses Geschäft lebt davon, dass Kunden nicht nur Inhalte abrufen, sondern auch buchen und wiederkommen. Wenn der Umsatz steigt, die Bookings aber schwächer ausfallen, stellt der Markt sofort die Frage, wie tragfähig das Wachstum im nächsten Quartal ist.
Der Vexcel-Kauf passt strategisch zu CoStars Datentiefe. Mehr Bildmaterial, mehr Datenfelder und mehr Analyse sollen die Plattformen stärker machen. Kurzfristig erhöht der Deal aber den Kapitalbedarf und lenkt den Blick weg vom reinen Ergebnis. Nach dem Kurssturz ist vor allem wichtig, ob CoStar die Erlöse weiter steigern kann, ohne dass das Wachstum an Qualität verliert.
Was der Chart sagt
Die Aktie notiert bei 27,54 Dollar und liegt damit heute 14,0 Prozent im Minus. Auf Sicht von fünf Tagen sind es minus 22,3 Prozent, seit Jahresbeginn sogar minus 58,1 Prozent. Der Kurs liegt klar unter der 50-Tage-Linie bei 30,48 Dollar und auch unter der 200-Tage-Linie bei 37,01 Dollar. Das 20-Tage-Tief liegt bei 26,86 Dollar; darunter wird es charttechnisch schnell eng.
Und wie entscheiden wir? Unsere Entscheidung mit Einstieg, Stopp und Ziel steht direkt unter diesem Artikel.
Unsere Entscheidung ansehen ↓Zwei Szenarien
Rücklauf bis 30,48
Gelingt eine Stabilisierung über 26,86 Dollar, rückt die 50-Tage-Linie bei 30,48 Dollar wieder in den Fokus. Ein Rebound dorthin würde den jüngsten Abverkauf zumindest technisch entschärfen.
Bruch der Unterstützung
Fällt die Aktie unter 26,86 Dollar, droht ein weiterer Test der Zone um 25,89 Dollar. Dann wäre der Abstand zum 52-Wochen-Tief schnell wieder das zentrale Thema.
Unsere Entscheidung zu CoStar nach den Zahlen
Was wir mit der Aktie jetzt tun, inklusive Einstieg, Stopp und Zielmarke.
Quellen: Business Wire (29.10.), AFX News (27.10.), Business Wire (27.10.); Kursdaten EODHD (NYSE/Nasdaq), Stand 29.10., 13:18 Uhr. Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Aktien und insbesondere Hebelprodukte können stark schwanken bis hin zum Totalverlust.
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